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Urgeschichte

Die Siedlung Königsdorf liegt an der Lafnitz und besteht aus einem geschlossenen Ortsgebiet und den Berghäusern. Eine urgeschichtliche Besiedlung  in der Jungsteinzeit und in der Bronzezeit ist wie für das gesamte Gebiet anzunehmen und durch Einzelfunde wie etwa Steinbeile belegt.  Beim Kögelwald und nördlich der Kapelle wurden über 70 römische Hügelgräber entdeckt, die auf den Sitz eines römischen Siedlung schließen lassen. Im burgenländischen Landesmuseum Eisenstadt befinden sich Funde aus diesen Gräbern. Hügelgräber liegen auch auf dem Gebiet der Brunnäcker, zwei weitere in der Unteren Au. Die römerzeitliche Siedlung  lag an einer Durchzugsstraße, einer Vicinalstraße, die hier den Limbach querte bzw. durch eine Lafnitzfurt führte. Sie wird mit der späteren "Salzstraße" gleichgesetzt. Dafür spricht der Ortsname Zahling, der von "solar", einem Salzbeamten, abgeleitet wird.

Mittelalter

In der Verleihungsurkunde von 1428, in der König Sigismund an Peter  von Sáró, Cseh de Leva, die „Güssinger Provinz“ übergab, wird Königsdorf  erstmals urkundlich erwähnt. Königsdorf gehörte zum Herrschaftsbereich der Güssinger Grafen. Der Ort bestand vermutlich schon lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung. Die deutsche Besiedlung des Lafnitztales ist seit 1157 nachgewiesen. Die Gründung des Ortes erfolgte vermutlich im 13., vielleicht schon im 12. Jahrhundert. 1458 besetzte Nikolaus Ujlaki die Burg Güssing. 1459 wurde Kaiser Friedrich III. von 25 westungarischen Magnaten auf Güssing zum König von Ungarn gewählt.

 Der Ortsname „Königsdorf“ (Kyralfalwa) wird traditionell vom Heiligen  König Stephan bzw. von einer ihm geweihten Kirche oder Kapelle abgeleitet. Belege dafür fehlen allerdings.  Nachweislich wurde erst die 1755 neu erbaute Kirche dem Hl. Stephan geweiht.

Königsdorf ist ein Breitanger- bzw. Bachangerdorf, vom Limbach durchflossen, der beim Dorf in die Lafnitz mündet. An die planmäßige Ortsanlage schließt eine Haufensiedlung ("Zipf") am westlichen Ortsrand an. Zum Dorf gehören auch Berghäuser, teilweise als Weilersiedlung, teilweise als Einzelgehöfte. Sie entstanden im früheren Weinbaugebiet.

Frühe Neuzeit

1524 kam die Herrschaft Güssing und damit auch Königsdorf an Franz Batthyany und blieb bis zum Ende des Feudalzeitalters im Besitz dieser Familie. Von den beiden Türkenzügen von 1529 und 1532 war wahrscheinlich auch Königsdorf betroffen. 1538 bestanden 14 Gehöfte, 8 Höfe waren öde. 1549 gab es 22 Häuser. Aus dem Rudersdorfer Zollregister sind aus der Zeit von 1538 bis 1555 die Namen von Königsdorfern bekannt. 1540 führte ein Thomas Keppel 7 Fässer Wein über die Grenze. Auch ein Peter Trinkl und ein Blasius führten Wein aus. Die Rückfracht war Salz. 1544 führte der Dorfrichter Laurenz Koltar zwei Schweine aus und kaufte eine große Menge Salz ein. In den 1570er Jahren wurde Güssing unter Balthasar Batthyany ein Zentrum des Protestantismus. An den Pfarren der Herrschaft wirkten evangelische Geistliche. 1588 umfasste der Ort 14 Pforten.

Durch Boczkays Haiduken wurde 1605 der ganze Ort verwüstet, 40 Häuser wurden zerstört.  1610 leisteten nur mehr  1 1/2 Pforten leisteten Abgaben. Kirchlich gehörte Königsdorf zur evangelischen Pfarre Zahling. 1616 bis 1624  war ein Philipp Szekol Prediger in Zahling. Er war an den kalvinistischen Generalsynoden  1618  und 1624 als deutscher Pfarrer von Zahling anwesend. 1647 Johannes Petrassek. Er stammte aus Kuttenberg in Böhmen. 1647 wurde er in der Syode von Harkau zum "minister ecclesiae Czalling" ordiniert. Im Jahre 1650 befahlen die Hauptleute Batthyanys unter der Drohung einer Strafe von 300 Gulden den Zahlingern, ihren Pfarrer ehestens zu entlassen. Trotz der Konversion des Adam Batthyany zum Katholizismus und seiner Anordnung, die evangelischen Pfarrer zu entlassen, wirkten auch noch weiterhin Pfarrer in Königsdorf, Heiligenkreuz und Deutsch Kaltenbrunn, vermutlich auch mit Unterstützung der Lutheranerin Eva von Poppel - Lobkowitz, der Herrin von Neuhaus und Mutter Adam Batthyanys. In Königsdorf, das nunmehr Pfarrort war, sind Johann Erhard Bauer  1652, der aus Linz stammende Friedrich Gregor Göldl 1654 bis 1656, Benedikt Glauck 1665, Samuel Gerber 1666 und Johann Weissbeck 1668 bis 1671 als evangelische Pfarrer nachgewiesen. Er war Konsenior des Eisenburger Seniorates. 1671 musste Weissenbeck das Dorf verlassen. Er ging nach Ödenburg und 1672 als Rektor nach Sorau in der Niederlausitz. 1683 wurde er nach Pressburg berufen, wo er bis 1695 wirkte.

Aus dem Jahre 1635 ist das erste Urbar erhalten, mit den Namen sämtlicher Bauern. Es waren durchwegs deutsche Familiennamen. Es gab 4 ganze Sessionen, 1 2/3 Session, 23 halbe und 33 Drittelsessionen und 1 Viertelsession, insgesamt 62 Wirtschaften. 6 Höfe waren öde. Es gab im Dorf 6 "Libertini", also Freigekaufte. Die wirtschaftliche Situation dieser Bauern war also nicht schlecht. Für eine ganze Session mussten sie 300 Gulden, für eine halbe Session 150 Gulden bezahlen. 1693/94 konnten sich zwei weitere Bauern freikaufen. Im Urbar wird das Vorhandensein eines herrschaftlichen Eichenwaldes und von Fischgewässern vermerkt. 1641 brannte das ganze Dorf ab, 1645 brach die Pest aus. 1647 bekam das Dorf ein Marktrecht mit drei Jahrmärkten. Nach dem Urbar von 1691 gab es 64 Bauern, 10 Freigekaufte, 1693 waren es 74 Bauernfamilien, 4 Söllner mit eigenem Haus und 6 Söllner lebten in Fremden Häusern.  In Königsdorf - Bergen lebten 19 Söllnerfamilien. Es gab einen Pranger, der 1962 noch teilweise erhalten war. Nach dem Urbar von 1720 gab es 12 Bauern mit einer ganzen Session, 49 Bauern mit einer halben Session. Die meisten Bauernhatten Weingärten in den "Bergen". Nach dem Maria Theresianischen Urbar von 1767 gab es 91 Bauernwirtschaften. Eine ganze Session hatte 14 Joch Acker und Wiesen für 8 Fuhren Heu. Es gab 45 Söllner mit Haus, die meisten in Königsdorf - Bergen. Sie lebten überwiegend vom Weinbau. Es gab 23 Inwohner. 4 Bauern hatten eine 3/4 - Ansässigkeit, 83 Bauern halbe Ansässigkeiten, 4 Bauern eine 3/8 - Session. Im Urbar werden neben den Weingärten auch ertragreiche Obstgärten erwähnt.

An den Kuruzzeneinfällen in die Steiermark waren die Königsdorfer - anders als die Leute in der Wart - anscheinend nicht beteiligt, ja sie leisteten den Steirern  Kurierdienste. Das hinderte freilich die von den Kuruzzen ihres Viehs beraubten Gillersdorfer nicht daran, sich an den benachbarten Königsdorfern schadlos zu halten. Sie mussten das geraubte Vieh aber zurückgeben. 1704 wurden die Güssinger Lande von einfallenden Steirern heimgesucht. Diese brannten wieder alle Häuser nieder. Von 1711 bis 1712 wurde das Dorf von der Pest heimgesucht. Im Frühjahr 1765 brach in mehreren Dörfern der Herrschaft Güssing ein offener Aufruhr aus. Man verweigerte die Robotleistungen. Bald befand sich das gesamte Eisenburger komitat in Aufruhr, 1766 flammte der Aufruhr erneut auf. Maria Theresia entsandte den Grafen Anton Brunswick nach Westungarn. Ob auch die Königsdorfer am Aufruhr beteiligt waren ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich. Eine Folge des Aufruhrs war das Urbarialpatent von 1767. Abgaben und Leistungen wurden einheitlich geregelt. Das Maria Theresianische Urbar brachte einige Erleichterungen, vor allem aber schuf es Rechtssicherheit. Von größerer Auswirkung als die Reformen Maria Theresias waren die Maßnahmen Josephs II., etwa das Untertanenpatent, das die Leibeigenschaft aufhob, und das Toleranzpatent von 1781.

Nach der Josephinischen Landesaufnahme war der Ort von 393 Katholiken bewohnt, die Zahl der "Berg-Leute" betrug 232. Die Katholiken von Eltendorf, 150 Personen, gingen nach Königsdorf in die Kirche. Die 538 Katholiken von Dobersdorf gehörten ebenfalls zur katholischen Pfarre Königsdorf.

Die Steuerkonskription von 1828 weist als Steuerzahler 90 Bauern, 49 Söllner, zwei Inwohner in herrschaftlichen Gebäuden (gastwirt und Müllner), 47 mitbesitzende Söhne, 22 mitbesitzende Töchter, 4 Knechte, 2 Mägde und 3 Handwerker aus. Der Ertrag der Felder wurde mit 41 166 Gulden geschätzt. Interessant ist, dass man noch immer an der Dreifelderwirtschaft mit einem Brachejahr festhielt. Kukuruz wurde bereits verstärkt angebaut, der Kartoffelanbau setzte sich nur langsam durch. Der Viehbestand war mit 161 Pferden, 57 Milchkühen, 65 Rindern und 56 Schweinen eher bescheiden. Erwähnt wird auch, dass viele Männer ihr Brot durch Erd-,Ernte- und Druscharbeiten auch außerhalb der Herrschaft verdienten.Die drei Handwerker waren der Müller, der Gastwirt und Fleischhacker und ein Zimmermann und Tischler. In den Matriken werden aber viele weitere Handwerker erwähnt - Schneider, Schuster, Weber, ein Schmied, Wagner, Tischler, Fassbinder, Hafner - die eber keine Steuer zahlten.

1837 herrschte große Unruhe. Es gab in den Dörfern Widerstand gegen eine Haferabgabe, die die Herrschaft an Stelle des Bergrechtes einhob. Zu den Abgabenverweigerern gehörten auch die Königsdorfer und Zahlinger. Vom Komitat wurde eine militärische Unterstützung angefordert. 1838 versuchte der Stuhlrichter in Heiligenkreuz die Bauern umzustimmen. Heiligenkreuz wurde von Offizieren und Soldaten besetzt, die von der Bevölkerung zu versorgen waren. Der Hafer wurde mit Gewaltaanwendung in den Höfen konfisziert. Die "Hauptaufwiegeler" wurden mit Militäreinsatz verhaftet, 41 Personen abgeführt. Sie wurden auch wegen Aufwiegelung und Widerstandes sowie verbotenen Geldeinsammelns verurteilt. Die saftigen Strafen reichten von 25 Rutenstreichen bis zu einem Jahr Kerker.

Nach der Grundablöse gehörten zu einer halben Ansässigkeit kaum 7 ha Grund, die aufgeteilte Hutweide schon mitgerechnet. Dazu kamen Überlandgründe, insgesamt etwa 8 - 11 ha Gesamtbesitz. Die Grundentlastung hatte auch in Königsdorf die bekannten Folgen. Die Ablösezahlungen für die Überlandgründe führten zur Verschuldung, ebenso die stark erhöhten Grundsteuern. 1858 bis 1864 fand die Kommassierung statt. Es kam zu Streitigkeiten, unter andrem auch mit dem katholischen Pfarrer Eberhard, der wegen "revoltierender Protestanten" vorübergehend nach Zahling übersiedelte.Der Herrschaftsbesitz wurde abgetrennt. Auf Philipp Batthyany entfielen 287 ha, größtenteils Wald. Auf die 90 Bauern entfielen 720 ha, auf die 83 Söllner 219 ha. Grundbesitz erhielten auch die Gemeinde, die katholische Kirche und die Schule. Der Herrschaftswald wurde 1918 an die Ortsbewohner verkauft.  2016 wurde ein neues Grundzusammenlegungsverfahren eingeleitet.

Ein großes Problem waren die häufigen Überschwemmungen durch Lafnitz und Limbach. 1821 wandte sich die Gemeinde an das Komitat mit der Bitte um Begradigung des Flusslaufes. Die Arbeiten wurden mit hohem Arbeitseinsatz durchgeführt, mit der ERde wurde ein Schutzdamm aufgeschüttet.Trotzdem kam es immer wieder zu Hochwässern, etwa 1956. 1958 wurde ein Regulierungsverband mit den Gemeinden Dobersdorf, Eltendorf, Poppendorf und Heiligenkreuz gegründet. Noch 1958 wurde mit Regulierungsarbeiten begonnen, die Arbeiten in Königsdorf 1970 abgeschlossen. 1991 wurde ein Gewässerbetreuungskonzept erstellt, das Revitalisierungdmaßnahmen und den Erhalt von Feuchtgebieten vorsah. Die gesamte Lafnitz ist heute Natura 2000 - Gebiet. 1965 gab es mehrmals Hoch2wasser, viele Brücken, auch die von Königsdorf, wurden zerstört und mussten abgetragen werden.Eine neue, 30 m lange Brücke wurde bald darauf erneut zerstört. Die Lage der Brücke und die Straßenführung der B57 erregte die Gemüter. Ihr Verlauf war heftig umstritten. Mit dem Bau der neuen Lafnitzbrücke wurde 1963 begonnen, 1965 wurde sie feierlich eröffnet.  Bei den Regulierungsarbeiten wurde 1973 die "Königsdorfer Mooreiche" ausgebaggert - ein im Moor konservierter uralter Baumstamm von gewaltigem Ausmaß. Mit der Regulierungd des Limbaches wurde 1936 begonnen, eine Betonbrücke über den Bach gebaut. 1961 und 1965 gab es schwere Überschwemmungen, eine neue Limbachbrücke wurde gebaut. Der Limbach wurde 1970 - 1974 "reguliert" und ein Hochwasserrückhaltebecken errichtet. Mit der Lafnitzregulierung schien auch das Problen der Limbachüberflutungen gelöst. 2009 wurden aber erneut Teile des Dorfes überflutet.

In der Volkszählung von 1869 wurde auch der Bildungsgrad erhoben. In Königsdorf waren 25,3 % der Männer und 25,3 % der Farauen Analphabeten. Das war ein relativ hoher Alphabetisierungsgrad. Königsdorf lag damit nach Eltendorf und Rudersdorf an dritter Stelle. Nur ein einziger Handwerker, ein Wagner, wurde als Steuerzahler erfasst. Es gab ein herrschaftliches Gasthaus.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges waren zahlreiche Opfer unter der Bevölkerung zu beklagen, und es herrschte große Not. Der Widerstand gegen den Anschluss an Österreich ging in Königsdorf vom katholischen Pfarrer Josef Horvath aus. Er unterstützte die Freischärler und versteckte angeblich Waffen am Dachboden der Kirche. Am 29. August 1921 wurde er von österreichischen Gendarmen verhaftet und an des Bezirksgericht Fürstenfeld überstellt.  Man warf ihm vor, am 25. August eine hochverräterische Predigt gehalten zu haben und die Königsdorfer zu passivem Widerstand ermutigt zu haben, sodass diese den Gendarmen ein Quartier verweigerten.  In Fürstenfeld hatte sich eine große Menschenmenge versammelt, die Anstalten machte, den Pfarrer zu lynchen. Horvath wurde von einem französischen Offizier verhört Er wurde nach Fehring gebracht und sollte gegen schließlich gegen 15 österreichische Gendarmen, die die Freischärler gefangen genommen hatten, ausgetauscht werden. Am 7. September scheiterte ein Austauschversuch, am 10 September wurde erneut der Austausch vereinbart. Am 30. August 1921 besetzten ungarische Freischärler das Dorf. Sie waren im Haus des Mühlenbesitzers Pernitz untergebracht. In der Nacht vom 13. auf den 14. September beschossen Freischärler von Königsdorf aus den österreichischen Gendarmerieposten in Gillersdorf. Als die Freischärler  zwei Monate später das Dorf verließen, verschwanden alle ungarischen Fahnen von den Häusern. Die österreichische Gendarmerie wurde freudig begrüßt.

Zwischenkriegszeit

Bei den Wahlen am 18. Juni 1922 zeigte sich, dass auch in Königsdorf wie in vielen anderen Gemeinden des Bezirkes die Landbündler die stärkste Kraft waren. Der Landbund erhielt 250 Stimmen, die Großdeutschen 15, die Christlichsozialen 179 und die Sozialdemokraten 21 Stimmen.  Die Landbündler stellten mit Matthias Duld auch den Bürgermeister. Duld wurde Nationalratsabgeordneter. Am 20. August 1922 hielt Duld am steirisch - burgenländischen Bauerntag in Fürstenfeld eine Rede. 1920 wurde für die 33 Gefallenen des Ersten Weltkrieges ein Kriegerdenmal errichtet. 1951 wurde dann ein Inschriftenstein für die 39 Gefallenen des Zweiten Weltkrieges hinzugefügt. 1998 wurde das Kriegerdenkmal neu gestaltet, nunmehr auch mit den Namen der 18 Vermissten des Zweiten Weltkrieges.

In den 30er-Jahren war der Einfluss des Nationalsozialismus in Königsdorf sehr stark. Er fand hier viele begeisterte Anhänger. Ortsbauernführer war Josef Wirth. Von 1934 bis 1938 war Josef Trinkl Bürgermeister, von 1939 bis 1945 Josef Fischl. Ortsgruppenleiter war Kolomann Kolossa, Ortsbauernführer Josef Thamhesl. Franz Neubauer war Kreisbauernführer. Josef Augustin Kreisleiter und SA-Führer des Kreises Fürstenfeld.

20 französische Kriegsgefangene wurden in der landwirtschaft eingesetzt, ebenso ukrainische Erntehelferinnen. Bei Kriegsende wurde beim Ort ein Panzergraben errichtet, die Brücke über den Limbach wurde gesprengt. Ein Teil der Bevölkerung floh in die Berghäuser, nach Limbach  und in die Steiermark. Während der Kampfhandlungen wurden mehrere Häuser schwer beschädigt. 11 Häuser brannten ganz nieder, 33 Häuser teilweise.Die katholische Kirche wurde angezündet und brannte total aus, der Kirchturm stürzte ein. Auch der Glockenturm der Evangelischen wurde beschädigt.

1938 wurde das Burgenland aufgeteilt, und Königsdorf kam zum Kreis Fürstenfeld. Der Zweite Weltkrieg brachte wieder großes Leid.  Bei Kämpfen in den Bergen fanden noch viele russische Soldaten den Tod. Im März 1945 wurde das Dorf von den Russen besetzt. Es kam zu den allseits bekannten Übergriffen, Vergewaltigungen und Plünderungen. Beim Haus Mattes wurde ein Waffenlager gefunden. Der Hausbesitzer wurde von den Russen sofort erschossen. Nach Kriegsende kamen noch einige Kinder durch herumliegendes Kriegsmaterial ums Leben.

In Königsdorf lebten in der Zwischenkriegszeit 137 Roma. Sie waren Kesselschmiede, Korbflechter und Musiker. Die Kinder besuchten die Volksschule. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurden die Roma bei Zwangsarbeiten eingesetzt und schließlich deportiert. Nur wenige überlebten.

Viele Bewohner Königsdorfs wanderten nach Amerika aus, deshalb gibt es fast kein Haus, das nicht Verwandte in Amerika hat. Die Amerikawanderung setzte schon 1880 ein und ging vor allem nach Allentown in Pennsilvania. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wanderten etwa 200 Personen aus. 1923 verließen 36 junge Männer das Dorf, unter anderen auch die Söhne des Nationalratsabgeordneten Matthias Duld. Der Königsdorfer Franz Fischl war 1978 bis 1982 Bürgermeister von Allentown, nicht zuletzt wegen der Unterstützung durch die etwa 30 000 Burgenländer, die in Allentown lebten. In den 1930er Jahren gingen viele nach Amerika, um Geld zu verdienen. Es gab auch Rückwanderer. Die Auswanderung nach dem Zweiten Weltkrieg erfasste etwa 20 Personen, zum Teil auch nach Kanada und Australien.

Nachkriegszeit und Gegenwart

1945 bis 1951 wurde wieder Josef Trinkl Bürgermeister. 1950 kam es zu Turbulenzen. Josef Rauscher kandidierte für die ÖVP und ließ sich mit seiner Stimme von der SPÖ zum Bürgermeister wählen.Die Wahl wurde angefochten, Rauscher das Mandat abgesprochen.Rauscher erhob dagegen Einspruch beim Verwaltungsgerichtshof, erhielt das Mandat zurück und blieb von 1951 bis 1958 Bürgermeister. Das Dorf wurde schon 1924 elektrifiziert, die Berghäuser erhielten erst 1951/52 elektrischen Strom. 1956 wurde das alte Gemeindehaus abgebrochen, ein neues Gemeindehaus gebaut. 1959 bis 1970 war Franz Rudolf von der SPÖ Bürgermeister. 1963 bis 1965 wurden an der Lafnitz und am Limbach Regulierungsmaßnahmen durchgeführt. 1965 wurde die neue Lafnitzbrücke übergeben, 1966 die Ortsdurchfahrt asphaltiert.  1967 bekam der Ort eine neue Straßenbeleuchtung, ein Hochbehälter der Ortswasserleitung ging in Betrieb. 1967 wurde die Wassergenossenschaft Königsdorf - Dorf gegründet. Es gab bald Probleme mit dem zu hohen Eisengehalt . 1969 wurde eine neue Raiffeisenkasse errichtet.  1970 wurde der Limbach reguliert, das alte Feuerwehrhaus abgerissen und eine Milchsammelstelle errichtet.

Mit 1. Jänner 1971 wurde Königsdorf mit Eltendorf und Zahling zu einer Großgemeinde zusammengelegt. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde das kleinere Eltendorf. 1971 wurde Rudolf Flamisch (Eltendorf) Bürgermeister, Julius Peischl (Königsdorf)  erster und Ernst Fischl  zweiter Vizebürgermeister. 1971 wurde das neue Gemeindehaus in Eltendorf errichtet, 1972 der Abwasserverband Lafnitztal gegründet.  1976 erfolgte die Zusammenlegung mit Heiligenkreuz und Rudersdorf zum Abwasserverband Raabtal. 1973 bis 1978 wurde die Ortskanalisation errichtet. 1973 wurden neue Bauplätze aufgeschlossen, die "Römersiedlung" entstand. 1977 eröffnete der Kindergarten in Eltendorf. Flamisch wurde wieder Bürgermeister.1979 wurde der Bau einer neuen Leichenhalle beschlossen. 1982 wurde Julius Peischl Bürgermeister. Die Trennung von Eltendorf wurde beschlossen. 1991 wurde das Feuerwehrhaus Königsdorf-Ort neu errichtet.  und die sanierte Volksschule eingeweiht.

 Ab 1. 1. 1992 war Königsdorf wieder eine eigenständige Gemeinde.  241 Stimmen waren für, 184 Stimmen gegen die Trennung. Im Gemeinderat hatte die SPÖ 9, die ÖVP 5 und die FPÖ 1 Mandat. Julius Peischl wurde einstimmig zum Bürgermeister gewählt. 1993 wurde die Ortsdurchfahrt neu gestaltet, mit Gehsteigen und Parkplätzen. 1994 wurde dasFeuerwehrhaus in Königsdorf-Bergen gebaut. 1995 erfolgte der Beitritt zum Wasserleitungsverband unteres Lafnitztal vollzogen und die Wasserleitung in Königsdorf-Bergen gebaut. 1996 wurde das neue Gemeindehaus eröffnet. Dort wurde auch das Standesamt untergebracht. 1997 errichtete man ein Abfallzentrum und die Arbeiten am Freizeitzentrum mit Badeteich begannen.1997 wurde wieder Julius Peischl Bürgermeister, bis 1998. Es folgte Franz Spirk. Wohnhausanlagen mit Startwohnungen wurden als Maßnahme gegen die Abwanderung errichtet. Ein Fernheizwerk mit 70 Anschlüssen entstand. Ab 2002 wurde der Badebetrieb am Naturbadesee aufgenommen. 2002 wurde Spirk wieder Bürgermeister. 2005 wurde eine Volksbefragung zur Errichtung der S 7 abgehalten. 77,6 % sprachen sich gegen den Bau aus.  2007 wurde Spirk erneut Bürgermeister, 2012 folgte DI Dieter Wirth. 2008 wurde ein Rückhaltebecken am Limbach gebaut. 2015 entstand das Projekt "Betreutes Wohnen".

In der Landwirtschaft ist der Strukturwandel weitgehend vollzogen. Nur mehr wenige Betriebe sind Vollerwerbsbetriebe. Eine wichtige Rolle spielt heute der Ölkürbisanbau, 2016 etwa auf 252 ha. Ernte und Verarbeitung erfolgen weitgehend maschinell.Ab 1939 wurde mit dem Tabakanbau begonnen undd erlebte in der Nachkriegszeit eine Blüte. In den 1950er Jahren ging der Tabakanbau stark zurück. Der Hopfenanbau wurde nac dem Ersten Weltkrieg eingestellt. Der Obstbau wird vor allem in Königsdorf - Bergen intensiv betrieben. Die Kultivierung von Uhudlertrauben erfolgte hauptsächlich für den Eigenbedarf.Zeitweise wurden auch Paprika und Chinakohl für den Markt produziert. Die Milchkuhhaltung war nach dem 2. Weltkrieg noch sehr wichtig. Die Milch wurde von der Verwertungsgenossenschaft Großwillersdorf - Fürstenfeld täglich abgeholt. In den Milchsammelstellen wurden Kühlanlagen eingebaut. Königsdorfer Bauern hatten mit der Rinderzucht große Erfolge. Sie waren Mitglieder des Fleckviehzuchtverbandes. Heute ist die Rinderhaltung nahezu komplett aufgegeben, 1994 wurde die Milchsammelstelle geschlossen. Auch die Molkerei in Fürstenfeld sperrte zu.

Viele traditionelle Betriebe wurden im Laufe der vergangenen Jahrzehnte stillgelegt, etwa der Malereibetrieb Eduard und Siegfried Bauer, das Transüportunternehmen Julius Decker, der Obst- und Gemüsehandel und das Sägewerk Dorner - Reiter. Das Sägewerk Jaindl hatte in den 1970er Jahren bis zu 38 Mitarbeiter und fertoigte aus dem Schnittholz auch Halbfertigprodukte. 1981 musste der Betrieb eingestellt werden. Die Weinhandlung KOlossa wurde 1983 verpachtet, das Kaufhaus Kurz war für lange Zeit, bis 2000, das einzige Kaufhaus. Es gab mehrere Schneidereien, Gasthäuser wie das der Familie Löffler mit Geschäft und Tankstelle und bis 1995 das Gasthaus Perl/Augustin. Das Frächterunternehmen Pumer wurde 2008 eingestellt. Eine lange Tradition hatte die Königsdorfer Mühle an der südlichen Ortseinfahrt. Sie war im Besitz des Grafen Kottulinsly, dann der Müllerfamilie Pernitz und schlöießlich als "Rauscher-Mhle" bekannt. ERbaut wurde sie in der Zeit Maria Theresias. 1893 kaufte Adolf Pernitz das große Anwesen mit Mühle und Ölpresse, später kamen ein Sägewerk und ein Elektrizitätswerk hinzu. Mit der Mühle verbunden war ein Gasthaus, das erst 1992 aufgelassen wurde. 1939 heiratete Gisela Pernitz den Musiker Josef Rauscher. Dieser leitete die Blasmusikkapelle Rauscher, die 1977 mit der Stadtkapelle Jennersdorf zusammengeschlossen wurde. Reinhard Rauscher war auch als Lohndruschunternehmer tätig.

Noch bestehende Betriebe sind das Biomasse - Fernheizwerk. Es wurde ursprünglich von der Bioenergie Burgenland Service G.m.b.H.  betrieben und versorgte 50 Haushalte und einige Wohnhausanlagen.  2012 ging es in den Besitz der neugegründeten KD Nahwärme G.m.b.H. über. Die Raiffeisenkasse hatte ihren Vorläufer im Vorschusskassenverein Königsdorf, Eltendorf und Zahling. Geschäftsführer war bis 1939 der Landbundpolitiker Mathias Duld.

Einer der größten Betriebe ist die Tierarztpraxis von Mag. Klaus Fischl, der drei Tierärzte und vier Ordinationsassistentinnen beschäftigt. Die Firma Gröller betreibt ein Mietwagen unternehmen. Die Holler Schotterwerke G.m.b.H. betreibt einen Steinbruch in Badersdorf und ein Werk in Heiligenkreuz, seit 1999 erfolgte der Abbau im Werk Königsdorf (Gewinnung von gewaschenem Rundkies). Holler beschäftigt 27 Mitarbeiter, davon 5 in Königsdorf. Christian Kametler ist als Gitarrenbauer tätig, die Schneiderei Feanziska Kogelmann hat ein Geschäft in Fürstenfeld. Kürbiskernöl erzeugen die Familien Augustin - Deutsch und Leitgeb (mit Maschinenverleih).  Die firma Gottfried Liebenfelß wurde in Graz gegründet und hat einen Standort in Königsdorf. Sie ist in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung tätig. Familienbetriebe sind der Obstbau Löffler und der Agrarhandel Mattes. Zwei Familien betreiben Hofläden: Thamhesl und Thorschütz. An Beherbegungsbetrieben bestehen das Gästehaus der Familie Holler, das Gasthaus Jaindl und das Gästehaus Auguste Maurer.

Königsdorf hat ein reges Vereinsleben. Es gibt den Freizeitklub Königsdorf-Berg, einen Brauchtumsverein, einen Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein, einen Kirchenchor der katholischen Pfarre und lange Zeit einen florierenden Männergesangverein, einen Sportverein. Wie in allen burgenländischen Gemeinden ist die Feuerwehr auch für das gesellschaftliche Leben wichtig. Die Freiwillige Feuerwehr Königsdorf - Ort wurde schon 1871 gegründet und ist damit die zweitälteste Feuerwehr des Burgenlandes.1886 entstand in den "Bergen" eine eigene Wehr. 1994 wurde ein neues Feuerwehrhaus in Betrieb genommen. Der Sportverein wurde 1983 gegründet, 1992 wurde ein neuer Fußballplatz eingeweiht und zwei Tennisplätze angelegt. Im Musikleben der Gemeinde spielte die Musikerfamilie Pauss über mehrere Generationen hinweg eine wichtige Rolle. Josef Pauss leitete den Männergesangverein, Baldur Pauss ist Komponist und Dirigent. Seit 1988 ist er Leiter der Sommerkonzerte in Bad Gastein und Gründer des Johann Strauss- Orchetsers Salzburg. Heinz, Helfries und Günther Pauss sine ebenfalls Musiker, Guido Pauss ist Mitglied des Wiener Jeunesse-Orchesters.

Kirchen und Schulen

Der erste Pfarrort war Zahling. Dort ist noch eine Glocke aus dem Jahre 1440 erhalten. Die Kirche wurde zu einem alten Turm dazugebaut (heute unter Denkmalschutz).In der Visitation von 1697 wird die Kirche erwähnt und iher mittelalterlicher Ursprung nachgesagt.

Die älteste Pfarrkirche stand also  in Zahling, der Pfarrer wohnte im Pfarrhof  in Königsdorf. Pfarrer war Johann Baptist Marlander. In Königsdorf gab es aber auch eine alte Kirche, die aber verfiel. Zur katholichen Pfarre gehörten 1698 noch immer  Königsdorf, Dobersdorf, Zahling und Eltendorf. Der Pfarrhof in Zahling war demoliert. In Eltendorf gab es eine evnagelische Schule. Von den Einwohnern dieser Orte waren 380 katholisch, 892 evangelisch. Im Jahre 1712 gab es etwa 600 Katholiken und 1200 Evangelische. Dobersdorf war fast ganz katholisch, in den anderen Gemeinden überwogen die Evangelischen, Eltendorf war zur Gänze evangelisch. 1715 wurde Ludwig Gumbelsheimer als katholischer Pfarrer nach Königsdorf berufen. Er legte die ersten Matriken an.  Er versuchte, die "Neugläubigen" zu "bekehren", stieß aber auf heftigen Widerstand.  Er musste 1727 die Gemeinde verlassen. Vorübergehend waren Franziskaner aus Güssing tätig. Die Visitation von 1757 verzeichnete die Kirche in Zahling, Eltendorf und Dobersdorf hatten keine eigenen Kirchen. Die frühere Kirche von Königsdorf war abgebrochen worden, man hatte aber bereits begonnen, eine neue Kirche zu errichten. 1757 war sie im Rohbau fertig. 1759 war die Kirche fertig und es wurde erstmals in Königsdorf ein Friedhof angelegt, auf dem bis 1830 auch die Dobersdorfer begraben wurden. 1779 lebten in Königsdorf 538 Katholiken und 398 Evangelische, 1812 502 Katholiken  und 467 Evangelische. Offenbar bekannten sich nach dem Toleranzpatent wieder mehr Königsdorfer zum evangelischen Glauben. Laut Visitationsbericht von 1812 war die Pfarrkirche 1803 auf Kosten Ludwig Batthyanys renoviert worden. 1840 wurde ein Gemeindefriedhof angelegt, auf dem Platz, wo früher die alte Holzkirche stand. Die alte Kirche war Christi Himmelfahrt geweiht, die neue dem Hl. Stephan.  Im Turm hingen drei Glocken. Köni9gsdorf wurde Pfarrort. 1795 wurde der Pfarrhof aus solidem Material neu errichtet. 1859 wurde die katholische Kirche renoviert, die Altäre erneuert. 1945 brannte die Kirche ab. Gleich nach dem Krieg begann der Wiederaufbau. 1964/65 wurde die renoviert, 1982 die Aufbahrungshalle gebaut.

1783 durften sich die Evangelischen von Eltendorf, Königsdorf, Rudersdorf, Poppendorf, Heiligenkreuz, Raabfidisch, Ober- und Unterradling, Güssing, Neuhaus, Tauka, Liebau, Windisch Minihof, Mühlgraben und Krottendorf zu einer Pfarrgemeinde zusammenschließen. Insgesamt bekannten sich 2661 Personen als Evangelische. Sitz der Pfarre war Eltendorf. Erster evangelischer Pfarrer war Daniel Klement. Die Gemeinde hatte ein hölzernes Bethaus. Erst 1792 wurde der Grundstein für eine evngelische Kirche gelegt. Sie wurde 1795 fertig.1792 konstituierte sich die evangelische Pfarre Neuhaus. Güssing schloss sich Kukmirn an, ebenso Zahling und Neustift. Bei Eltendorf blieben Rudersdorf, Königsdorf, Poppendorf, Heiligenkreuz, Raabfidisch, Ober- und Unterradling. Seit 1787 gab es in Eltendorf eine evangelische Schule. Die evangelische Schule in Königsdorf wurde 1869/70 erbaut. Zuvor wurde in einem Privathaus Unterricht erteilt. 1867 ist Josef Matthes als erster evangelischer Lehrer in Königsdorf belegt. Matthes war sehr beliebt, sein Unterricht war praxisbezogen. Er förderte etwa den Obstbau. Die neue Schule hatte einen großen Schulraum und eine Lehrerwohnung. 1884/85 wurden 106 Schüler unterrichtet. Ab 1906 wurde ein zweiter Lehrer angestellt. 1925 wurde bei der evangelischen Schule der Glockenturm gebaut. Er wurde im Krieg beschädigt, 1947/48 renoviert. Nunmehr wurde die Oberstufe der Volksschule im evangelischen Schulgebäude unterrichtet. 1986/87 wurde das Gebäude gründlich renoviert und dient seither der Gemeinde als Volksschulgebäude. Zweimal im Jahr finden evangelische Gottesdienste statt.

Die erste katholische Schule wurde 1749 erwähnt. Sie war in einem Holzhaus untergebracht. Aber schon 1718 wurde in den Taufmatriken mehrmals ein Lehrer namens Balthasar Kreffel erwähnt. Er unterrichtete vermutlich im Pfarrhof. 1757 war ein Franz Dunst Schulmeister. 1832 wurde ein gemauertes Schulhaus mit Lehrerwohnung errichtet. 1826 bis 1886 war Franz Scherzer Lehrer. 1856 war das Schulgebäude in einem schlechten Zustand. 1860 erhielt die Kirchengemeinde die Erlaubnis, das alte Schulhaus zu verkaufen, 1961 wurde mit einem Neubau begonnen. Die Eltendorfer Katholiken beteiligten sich am Neubau. 1865 wurde das neue Gebäude bezogen. Mit einem Klassenzimmer und einer Lehrrwohnung war es aber schon bald zu klein. 1871 musste ein zweites Klassenzimmer dazugebaut werden und ein zweiter Lehrer wurde angestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die nunmehr seit 1938 gemeinsame Volksschule vierklassig, ab 1951 dreiklassig. 1946 wurde Helene Raffel wegen Zugehörigkeit zur NSDAP vorübergehend entlassen, Gisela Rauscher musste vorübergehend allein 135 Schüler unterrichten. Von 1948 bis 1978 war Rudolf Kamatler Schulleiter, von 1978 bis 1985 Emma Hölzl. 1984 wurde Christine Plessl Schulleiterin, seit 2008/9 Petra Granitz. Vorübergehend war die Schule nur mehr einklassig, mit 10 Schülern.  2016/17 erfolgte die Fusion mit der Volksschule Eltendorf. In beiden Orten gibt es je eine Klasse.