person

Dipl. Ing. Ivan Jagsich

 

* 28.04.1886 in Oslip
† 02.04.1956 in Gualeguay (Argentinien)

 

Kartograph, Geodät und Meteorologe; Professor für Geodäsie an der Universität Cordoba (Argentinien)
  


Er stammte aus einer Osliper Bauern- und Weinhändlerfamilie. Er besuchte die Gymnasien in Raab und in Ödenburg. An der Monatanistischen Hochschule in Schemnitz und an der Technischen Hochschule in Budapest wurde er nicht aufgenommen, vermutlich wegen seines demonstrativen Bekenntnisses zum Kroatentum.

Jagsich studierte am Polytechnikum in Zürich Kartographie, Geodäsie und Topographie und erwarb das Ingenieurdiplom. Seine Militärzeit leistete er in Agram. Zurück in der Schweiz war er als Leiter bei kartographischen Aufnahmen am Mont Blanc und am Genfersee tätig. Ein Rheumaleiden zwang ihn, in eine wärmere Gegend zu übersiedeln.

1912 bewarb er sich als Vermessungsingenieur in der Provinz Cordoba in Argentinien. Er war maßgebend an der Vergrößerung des San-Roque - Stausees beteiligt. 1918 wurde er als Professor für Geodäsie an die Universität Cordoba berufen. Er unterrichtete auch Kartographie, Astronomie und Meteorologie. Er verfasste ein metereologisches Standardwerk für ganz Südamerika: "Meteorologia fizica dal tiempo" und schrieb zahlreiche weitere Bücher und Aufsätze. Nach seinem Vorschlag wurde das "Instituto Cartografico Ingeniero Jagsich" gegründet - mit 17 Sektionen eine der wichtigsten geographischen Forschungseinrichtungen Argentiniens.

Literatur:

  • Schlag, Gerald: Burgenland. Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Biographien.