person

Walter Riebl

 

* 29.07.1899 in Laibach
† 10.09.1965 in Leoben

 

Heimwehrführer
  

Sein Vater war Beamter der Salzburger Landesregierung. Riebl maturierte an der Salzburger Realschule und war 1916 bi9s 1918 Fähnrich in einem steirischen Freiwilligen- Schützenbataillon an der italienischen Front. Nach dem Krieg studierte er am Polytechnikum in Ilmenau und in Stuttgart. Als Maschinenbauingenieur kam er 1926 als Werkstattleiter in die Hirmer Zuckerfabrik.

1927 war er an der Gründung der burgenländischen Heimwehr beteiligt und wurde deren Mattersburger Bezirkskommandant. Er war für einen entschieden rechtsgerichteten Kurs der Heimwehr im Sinne des "Korneuburger Eides". 1930 wurde er Gaukommandant der "Starhemberg - Heimwehr" für das Nord- und das Mittelburgenland, 1934 deren geschäftsführender Landesführerstellvertreter und zog als Landesrat in die ständische Landesregierung ein. Starhemberg setzte seine Ernennung zum Landesstatthalter (Landeshauptmannstellvertreter) durch. Riebl hatte im Land viele Gegner, auch in der Heimwehr, die ihn immer mehr ins politische Abseits drängten. Er wurde Direktor der Burgenländischen Landeskrankenkasse und Mitglied der Verwaltungskommission (Arbeiterkammer). 1936 verlor er seine Position in der Landesregierung und 1938 auch seine führende Stellung in der Vaterländischen Front.

Im März 1938 wurde Riebl vorübergehend verhaftet. Er bekam Aufenthaltsverbot in Eisenstadt. 1939 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und war in Polen und Norwegen eingesetzt. Anschließend war er in Rüstungsbetrieben tätig, in Hamburg, in Halle an der Saale und schließlich in Gutenstein. 1945 wurde er kommissarischer Leiter der Gutensteiner Fabrik. Ab 1952 war er in führender Position in der Alpine - Montan Ges. in Leoben/Donawitz bis zu seiner Pensionierung tätig.

Literatur:

  • Gerald Schlag, Burgenland. Politik, Kultur und Wirtschaft in Biographien. Eisenstadt 1991