ortsansichtstrebersdf

Urgeschichte
In der Jungsteinzeit befand sich im südlichen Bereich des Ortsgebietes ein Dorf der bandkeramischen Kultur. Gefäßbruchstücke und Spinnwirtel aus der Lengyelkultur (4. Jahrtuasend v. Chr.) wurden auf den Angeräckern gefunden. Von der Ried Winkelwiesen stammen Gefäßbruchstücke aus der Badener Kultur der Kupferzeit (um 3000 v. Chr.), ebenso gibt es Spuren einer bronzezeitlichen Besiedlung. Auch aus der Hallstattzeit gibt es Nachweise einer Besiedlung am Güterweg Richtung Großmutschen. Südlich des Ortskernes waren Eisengewinnungsanlagen über sehr lange Zeit in Betrieb, von der Latène - Zeit über die römische Epoche bis ins Frühmittelalter, Besonders häufig sind Funde aus der Römerzeit, allen voran das erst vor wenigen Jahren ausgegrabene Militärlager mit dazugehörendem Dorf. Ein Teil der durch den Ort führenden "Bernsteinstraße" ist heute touristisch erschlossen und mit Schautafeln versehen. Besonders die Krautäcker sind besonders fundreich, darunter sehr viele keltische und römische Münzen.. Bis 1984 wurden etwa 2000 Münzfunde gemeldet. Auch die mittelalterliche Wüstung Engelsdorf (Enyed) ist etwa 2,5 km südlich des Ortes lokalisiert. Der Ort wurde erstmals 1225 und 1410 zum letzten Mal erwähnt.
Literatur zur Urgeschichte: Sigrid Strohschneider - Laue, Strebersdorf im Spiegel der Archäologie. In: 800 Jahre Strebersdorf. Ortsmonographie

Mittelelter
Die Ortsnamensentwicklung ist kompliziert: 1185 Mychsa, 1207 Miscendorf, 1225 Myxa major, 1275 Mixe, 1333 Nyemetmyxe, 1561 Miske, 1598 Strobersdorff, 1606 Strebersdorf, 1630 Mischke, 1670 Streblestorff, Strebersdorff, 1921 Répcemicske ...
Die Namensform Micske (Mitschke gesprochen) ist ungarisch. Dies bedeutet keineswegs, dass der Ort ungarisch besiedelt war. Alle Dokumente sowie die Flurnamen beweisen die deutsche Besiedlung. Die deutsche Form des Ortsnamens ist von einem "Ströbelinesdorf", Dorf eines Sröbelin (vom Personennamen Strobo (Strobel, von "struppig") abzuleiten. Die ungarische Form ist in Großmutschen erhalten. Prickler vermutet, dass Strebersdorf als Tochtersiedlung auf dem königlichen Besitz Mutschen entstand. Das ungarische Micske wäre aus dem ungarischen Wort mocsár = Sumpf, dieses wieder aus dem altslawischen mo'cvara =Sumpf abzuleiten. Mutschen war bis in die frühe Neuzeit von Ungarn bewohnt, seit der Mitte des 16. Jahrunderts von Ungarn und Kroaten.
Strebersdorf gehörte über dreieinhalb Jahrhunderte zur Klosterhaerrschaft Marienberg und war wegen der Weinbaues, des Marktzolles und der Mühlen ein besonders wertvoller Teil der Herrschaft. Im Jahre 1105 schenkte Banus Domenicus aus der Sippe der Miskolc dem Abt Heinrich von Heiligenkreuz neben anderen Orten und Besitzungen auch Mychsa - Strebersdorf zur Gründung eines Klosters. ("Babaduri" - Klostermarienberg) Die reiche Schenkung (300 Mark Silber, 100 Ochsen, 50 Kühe, 1000 Schafe. 10 Mansen (Ansässigkeiten) , Weingärten, Mühlen usw.) diente der Lösung von einem Kreuzzugsgelübde, das Domenicus nicht einhalten konnte. Im neuen Kloster wollte er auch begraben werden. Die geschenkten Orte - Meynhart = Mannersdorf, Babaduri = Klostermarienberg, Prezne =Prösing, Peresnye, Mychsa = Strebersdorf, Zaka = Putzelsdorf, Vkas = Kroatisch Geresdorf, Baran = Kleinwarasdorf, Laztay = Unterloisdorf und Dag = Agendorf bei Ödenburg gab es aber schon früher. Domenicus hatte sie von einem Grafen Florentinus, dieser von einem Grafen Dioysius erworben. Das neue Kloster konnte schon 1197/98 bezogen werden. Die neue Zisterze erhielt den Namen Marienberg (mons Sanctae Mariae), In ungarischer Sprache wurde es auch Borsmonostar ( Kloster des Bors, Sohn des Domenicus) genannt. 1532 wurde das durch Schenkungen inzwischen reiche Kloster durch die Türken in Brand gesteckt und teilweise zerstört. In der Reformation verließen die Mönche das Kloster, das nunmehr in weltliche Hände geriet.
Frühe Neuzeit
1543 etwa war Nicolaus Jurisisch, Pfandherr von Güns, im Besitz des Klosters und der Klosterherrschaft. Um 1556 war es im Besitz des Stephanus Szentgyörgyi, eines hohen Geistlichen in Fünfkirchen. Sein Bruder war Verwaltungsbeamter des Palatins Thomas Nádasdy. Der Erzbischof von Gran, Nikolaus Olah, bemühte sich um den Erwerb der Klosterherrschaft für seinen Neffen Nikolaus Oláh - Czászár. Dieser wurde schließlich mit der Herrschaft Landsee entschädigt. Die Klosterherrschaft gelangte in den Besitz der Nádasdy, die auch die Nachbarherrschaften Deutschkreutz und Lockenhaus besaßen. Ursula, eine geborene Kanizsai, die Witwe Thomas Nádasdys, tauschte 1568 ihre Burg und Herrschaft Kanizsa an der Türkengrenze gegen die Herrschaft Klostermarienberg ein. Nagykanizsa hatte für Kaiser Maximilian II. großen strategischen Wert. Klostermarienberg befand sich damals durch kaiserliche Übertragung auf Zeit in den Händen von Gabriel Mayláth und musste erst ausgelöst werden.
Seit 1568 war also die Herrschaft Klostermarienberg ein Teil des großen Besitzkomplexes Lockenhaus - Deutschkreutz, wurde aber noch über längere Zeit selbständig verwaltet. 1671 fielen nach der Hinrichtung Franz Nádasdys wegen seiner Beteiligung an der Magnatenverschwörung diese Herrschaften als "Rebellengut" an die Hofkammer. 1672 wurden sie an den Schwager Nádasdys, Graf Nikolaus Draskovich, verpachtet und 1676 an Paul Esterházy verkauft. Die Herrschaft Klostermarienberg wurde der Herrschaft Lockenhaus, zum Teil auch der neu gebildeten Herrschaft Deutschkreutz angeschlossen. Den Ort Klostermarienberg aber schenkte Paul Esterházy 1679 dem Zisterzienserstift Lilienfeld. Schon unter Franz Nádasdy wurden vor 1604 zehn Bauernhöfe in Strebersdorf um 1000 ungarische Gulden an Stephan Radován verpfändet worden. Dieser kaufte 1606 auch eine öde Mühle. Radován war Hauptmann der Nádasdy-Festung Sárvár. Auf einer Dreiviertelsession am westlichen Ortsausgang baute er einen Edelhof. 1616 verkaufte Radován seinen Besitz um 3000 Gulden dem Adeligen Gabriel Sibrik von Szarvaskend, dessen Frau Elisabeth geborene Kamper und deren Sohn. Der neue Besitzer und seine Nachkommen wurden von Abgaben befreit. 1630 erhielt er von Nádasdy das Fischereirecht im Raidingbach , das Bergrecht und den Zehent. Damit war der Ort in zwei Herrschaftsbereiche geteilt. Nádasy behielt sich nur wenige Herrschaftsrechte vor (Gerichtshoheit, Weinschank, Fleischbänke). 1660 verpfändete Franz Nádasdy auch seine Ortshälfte um 4000 Gulden ungarisch dem Adalbert Sennyey von Kis Sennye und dessen Frau auf Lebenszeit. Die Sennyey standen seit Generationen im Dienst der Nádasdy. Sie hatten auch Besitzungen in Nikitsch, Kleinmutschen und Unterpullendorf. Stefan Sennyey war Bischof von Waizen, von Vesprim, dann von Neutra und 1630 bis 1635 auch Administrator des Bistums Raab. Diese Hälfte des Ortes fiel noch im späten 17. Hahrhundert an Paul Esterházy zurück und wurde dem Freiherrn Christoph Heinrich von Stein und seiner Gemahlin, eine von Hohewart, um 8000 Gulden auf zehn Jahre verpfändet. Die andere Hälfte, die Besitzung der Sibrik, gelangte durch Pfandverträge von 1697 und 1702 an Samuel Ujváry und dessen Frau Eva Gömbös. Ansprüche erhoben aber auch weiterhin die Sibrik. Nokolaus Sibrik schloss sich den Kuruzzen an und wurde 1712 zum Verlust seines Besitzes (darunter 32 Bauernhöfe in Strebersdorf) verurteilt. Sein Neffe Gabriel Sibrik, der seinen Besitz zugeteilt bekam, konnte sich in Strebersdorf nicht durchsetzen. Samuel Ujváry verkaufte seinen Besitz einschließlich Edelhof, Mühle und Fischteich sowie Weingärten um 9000 Gulden dem Grafen Christoph Ehrenreich von Windischgrätz, der 1712 auch die andere Hälfte von Strebersdorf von Christoph Heinrich von Stein an sich brachte. 1716 besaß Windischgrätz nunmehr ganz Strebersdorf als Pfandbesitz. Er ließ die Bierbrauerei und eine Lederfabrik errichten. 1734 leitete die Esterházysche Zentralverwaltung die Rücklösung Strebersdorfs ein. Diese zog sich jedoch durch einen langwierigen Ablöseprozess noch bis 1740 hin. 1750 wurde Strebersdorf von der Herrschaft Lockenhaus abgetrennt und der Herrschaft Güns angeschlossen, Dabei blieb es bis 1848. Auch nach der Bauernbefreiung behielten die Esterhazy in Strebersdorf einen Meierhof und große Besitzungen.
Genaue Angaben über die Häuserzahl gibt es erst aus dem späten 16. Jahrhundert. Prickler nimmt an, dass das Dorf ursprünglich aus 15 ganzen Bauernhöfen bestand, zu denen die Mühlen hinzukamen. Die Teilung der Höfe erfolgte noch im Spätmittelalter. 1566/1568 wurde die Zahl der Sessionen mit 13 bis 14 angegeben, dazu der Hof des Dorfrichters und eines Freisassen. Dazu kamen noch 8 Hofstätten. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts betrug die Zahl der Häuser etwa 29, davon 4 bis 5 Mühlen. 1600 lagen im Gefolge der Pest 10 Häuser öde. Furchtbar waren die Auswirkungen des Bocskay - Aufstandes von 1605. Noch 1608 waren nur 3 Sessionen bewohnt, 6 verödet. Auch die Hälfte der Söllnerhäuser lag öde. 6 Sessionen befanden sich im Besitz des Richters und der Freisassen. Im Urbar des Jahres 1608 heißt es: "Diese Strebersdorfer sind derart verarmt, dass sie nicht einmal das Gewand und das tägliche Brot haben; vielen sind auch die Frauen, Kinder und Enkelkinder von den Tataren verschleppt worden; deshalb hat sich die gnädige Frau (Elisabeth Báthory - Nádasdy) ihrer erbarmt und ihnen Abgaben nachgelassen." (nach Prickler, Strebersdorf, S.40)
Zu einer Viertelsession gehörten 1608 6-9 Joch Hausgrund. Die Wiesen im Überschwemmungsgebiet, vor allem die Zangeldorfwiesen, gehörten nicht zur Session. Die Abgaben pro ganzer Session betrugen zu Georgi 6 Kreuzer, zu Johanni, Michaeli uns Maria Lichtmess je 10 Kreuzer, 1 halbe Gans, 1 Kapaun, Fünf Hühner, ein Viertel Butter, 1 Käselaib und 30 Eier. Zu Georgi musste die ganze Gemeinde ein Milchkalb abliefern. Bei Hochzeiten oder Primizen in der Grundherrnfamilie wurden entsprechende "Geschenke" erwartet. Als "Hausdienst" mussten pro Hof 2 Metzen Weizen, 2 Metzen Korn und 4 Metzen Hafer gegeben werden. Für die Felder der öden Höfe sowie für die Rodungsfelder mussten 20 Pfennige (Denare) pro Joch bezahlt werden. Dazu kam noch das Bergrecht für die Weingärten. Für alle Erträge wurde der Zehent eingehoben - für Getreide, Wein, Bienen, Lämmer, Kitzen ...Das Jahr über mussten im Dorf 10 Eimer (725 Liter) Wein des Grundherrm ausgeschenkt werden. Für die Erlaubnis, auch den eigenen Wein ausschenken zu dürfen, musste 1 Gulden "Dürrbannweingeld" von jedem ganzen Hof bezahlt werden. Beim Prösinger Hotter besaß die Gemeinde einen Bannwald. Das Brennholz kam aus einem Freiwald auf Prösinger Hotter, der aber umstritten war, sowie aus dem Wald gegen Nebersdorf, um den man ebenfalls stritt - mit den Untertanen des Freiherrn Dersffy in Kroatisch Geresdorf. 1608 mussten die Strebersdorfer zwischen 2. Juni und 29. September von einem ganzen Hof jeden zweiten Tag, in der übrigen Zeit jeden dritten Tag kostenlos für die Herrschaft Robot leisten. Besonders gefürchtet waren dabei die "langen Fuhren", die von den Bauern im Auftrag der Herrschaft mit ihren eigenen Zugtieren und Wägen durchführen mussten. Die Robotbelastung war also überaus groß und wurde erst durch das Urbar Maria Theresias von 1767 eingedämmt.
Im Nordwesten und Südosten des Hotters lagen Wälder, die zum herrschaftlichen Eigenwald gehörten. Nach dem Urbar von 1600 hatte die Gemeinde aber das Recht zur Entnahme des nötigen Brenn- und Bauholzes. Einen Teil des Waldes hatte die Gemeinde sogar zum Bannwald erklärt. 1782 wurde eine Vereinbarung mit der Herrschaft Güns getroffen. Die Herrschaft überließ den Bergwald, etwa 135 ha, zur Gänze der Gemeinde, behielt sich aber den an Geresdorf grenzenden Wald - 61 ha - vor. Der Gemeindewald wurde durch Rodungen stark verkleinert.
1754 verzeichnete eine Konskription 10 Sessionen - 27 Dreiachtelbauern, 3 Dreisechzehntelbauern, 1 Einsechzehntelbauer. Zusammen besaßen sie 516 Metzen Sessionsgrund und 14 Mahd Heuwiesen, aber nur 31 Metzen Rodungsäcker und 13 Mahd Rodungswiesen. Im Strebersdorfer Weingebirge besaßen sie 270 Fossor (Hauer - Tagwerke, Gräften), die Frankenauer hatten 223 fossor. Die Wiesen waren wenig ertragreich, auch wegen der häufigen Überschwemmungen, die Weidemöglichkeiten reichten nicht aus, sodass Futter zugekauft werden musste.
1754 hatte der Ort 277 Gulden Einkünfte aus Handwerk und Gewerbe, allein 130 Gulden entfielen auf den Juden Salomon Koppel. Bierbrauer und Schnapsbrenner, 60 Gulden auf den Müller Jagsics, ferner zwei weitere Müller und den Pächter der herrschaftlichen Schweizerei.
Meierhöfe
Im Zuge der "Bauernbefreiung" und Grundentlastung erfolgte die Kommassierung, also die Zusammenlegung der früher verstreuten herrschaftlichen Äcker zum Meierhoffeld. Die Entstehung des Strebersdorfer Meierhofes lässt sich gut verfolgen. Stefan Radován wandelte zwischen 1597 und 1608 einen Bauernhof, der vom Grundherrn befreit worden war, in einen Meierhof um. Dazu gehörte ursprünglich der Grund eines Dreiviertellehens. etwa 18 - 27 Joch Ackerland. Radován erwarb auch einige Bauernhöfe als Pfandherr und sicherte sich dadurch die nötigen Arbeitskräfte. Seine Nachfolger bauten den Meierhof aus. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts ließ auch Paul Esterhazy einen Meierhof in Strebersdorf bauen. Christoph Ehrenreich von Windischgrätz brachte beide Ortshälften und damit auch beide Meierhöfe an sich. Er benützte den Edelhof im alten Meierhof als Wohnsitz und richtete dort auch eine Bierbrauerei , später eine Lederfabrik ein. Der neue Meierhof diente der Landwirtschaft , mit Schweizerei, Rinder- und Schafzucht. Nach der Rücklösung beider Ortshälften durch die Esterházy wurde der neue Meierhof weitergeführt. Das Herrenhaus im alten Meierhof diente als Wohnung für den jüdischen Pächter der Brauerei. Nach der Grundentlastung wurde der Meierhof in eine Gutswirtschaft, vorwiegend mit Ackerbau, umgewandelt, der alte Meierhof wurde um 1850 zunächst in ein herrschaftliches Wirtshaus umgewandelt und dann verkauft. Das Wirtshaus wurde von der Familie Krutzler weiter betrieben. Bierbrauerei und Schnapsbrennerei wurden eingestellt.
Handwerk und Märkte
Die Handwerker von Strebersdorf - Müller, Hufschmiede, Pfannenschmiede, Schneider, Schuhmacher, Fleischhauer, Leinweber, Tuchmacher, Fassbinder, Maurer, Zimmerleute und auch ein Bader - waren den Lockenhauser Zünften angeschlossen, später, als der Ort an die Herrschaft Güns kam, gehörten die Handwerker zu den Lutzmannsburger Zünften. Infolge der Lage an drei Bächen - Rabnitz, Stooberbach und Raidingbach - spielten die Mühlen immer eine besonders wichtige Rolle. Schon 1225 wurden drei Mühlen erwäjnt, darunter die Mühle des Ivan, später als Aumüll oder Dornmüll bezeichnet. Viele der Müller sind namentlich bekannt. Der Mühlenbesitz wechselte häufig.
Strebersdorf war zwar niemals Marktgemeinde, seine beiden im Mai und im September abgehaltenen Märkte übertrafen aber an Bedeutung die auch in anderen Dörfern stattfindenden Kirtagsmärkte bei weitem. Schon im Jahre 1200 wurde der Marktzoll von Strebersdorf und von Mannersdorf zu den wichtigsten Einnahmen der Klosterherrschaft gezählt. Das Standgeld wurde von herrschaftlichen Trabanten eingehoben, die den Markt auch bewachten. Ende des 18. Jahrhunderts wurden den manchmal tausenden Marktbesuchern etwa folgende Waren angeboten: hölzerne Fassreifen und Fässer, Hafnerwaren aus Stoob, Steinberg und Oberpetersdorf, Eisenwaren und Kürschnerwaren aus Güns und Kirchschlag, Schuhe und Hüte, Salz und Tabak, Siebe, Ledererwaren, Riemen, Seilerwaren, Tuche ... Eine große Zahl von Zwiebelwagen kam aus den Dörfern am Neusiedler See. Auf den Strebersdorfer Märkten waren zahlreiche jüdische Händler aus den esterhazyschen Judengemeinden, aber auch aus Schlain ing und Rechnitz tätig.
Die Brauerei
Auch einige der Bierbrauer sind bekannt, etwa 1717 Andreas Hebermayr, 1724 der aus der Obersteiermark stammende Christian Mayr, 1732 - 1736 der Bräuknecht Hans Michael Wexler. Sie arbeiteten wahrscheinlich alle im Auftrag des Mattersdorfer Juden Salomon Moyses, der 1728 als Pächter der Brauerei genannt wird. 1746 entrichtete der Lackenbacher Jude Salomon Koppel die Pacht und lebte such im Strebersdorfer Edelhof. 1751 begann er wieder, nach vorübergehendem Stillstand, mit dem Bierbrauen. Das Verhältnis zur Dorfbevölkerung war gespannt, da der Weinausschank der Gemeinde durch den Bierverkauf litt. Das Bier wurde in den herrschaftlichen Wirtshäusern der Umgebung, größtenteils im Schlosswirtshaus von Güns, ausgeschenkt. Spannungen gab es auch, weil die Bauern das Brennholz für die Brauerei durch Robotarbeit bereitstellen mussten. 1759 wurde das inzwischen erneuerte Brauhaus an Johann Dietmann, Sohn eines Lockenhauser Braumeisters, verpachtet. Nach Löbl Wolff wurde 1762 Anton Laubhammer aus einer Kobersdorfer Brauerfamilie Pächter. 1777 erzeugte er in 59 Brauvorgängen 544 hl Bier. Das Bier wurde nunmehr im weiteren Umkreis verkauft. 178ß wirde mit dem Neubau eines Brauhauses begonnen. Auch eine Schnapsbrennerei war in dem 21,8 X 10,74 m großen Gebäude untergebracht. Die hohe Jahrespacht von 450 Gulden konnte Lauchhammer bald nicht mehr bezahlen, sie musste verringert werden. Nach Lauchhammers Tod übernahm zunächst seine Witwe, dann Melchior Hertter die Brauerei. Letzterer pachtete auch eine stillgelegte Brauerei in Girm und sicherte sich so das Ausschankrecht in der Herrschaft Deutschkreutz. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren Joseph Hoffmann und Franz Mollner Brauer, dann André Biermayr, der Günser Josepf Dax, dann Severin Pfeffer, Joseph Rosz aus Neunkirchen und seine Nachkommen. Die Brauerei muss in dieser Zeit ertragreich gewesen sein, denn es bewarben sich trotz der steigenden Pacht immer wieder Bräumeister um den Betrieb, so etwa August Oberndorfer und Jakob Zirn, Johann Netter aus Ebenfurth und dessen jüngerer Bruder Martin. 1842 übernahm bis 1859 Johann Nepomuk Weinfurther das Brauhaus. 1848 soll er mit einer Fachkraft, einem Angestellten und einem Lehrling 800 Metzen Gerste im Wert von 2400 Gulden verarbeitet und 800 Akó (Eimer) = 580 hl Bier im Wert von 4000 Gulden erzeugt haben. 1859 bis 1865 war Michael Mohl der letzte Pächter des Brauhauses.
Die Lederfabrik
Die von Graf Winsischgrätz eingerichtete Lederfabrik in Strebersdorf war die erste in ganz Westungarn. 1728 verpachtete Windischgrätz das "Lederhaus" auf sechs Jahre an den Wiener Juden Gerson Sussmann, der aus Mattersburg stammte. Zuvor wurde die "Fabrik" im Namen des Grafen von der Familie Moyses - den Brüdern Salomon, Elias und Jakob - betrieben, die auch die Brauerei und Schnapsbrennerei gepachtet hatten. Die Moyses waren sehr kapitalkräftig. Seit 1687 betrieben sie in Mattersburg eine Brauerei, ab 1715 auch ein Neudörfl. Zeitweise hatten sie sogar die städtische Brauerei Ödenburgd gepachtet. Gerson Sussmann war Kassier des kaiserlichen Hofjuden Salomon Wertheimer. Sein Bruder Benedikt lebte lebte in Mattersburg, später in Bösing. Das Leder wurde aus Rinderhäuten erzeugt und den Sussmann an die Schuster Westungarns verkauft. Die Pächter führten die Fabrik nicht selbst. Sie überließen den Betrieb einem "Oberledergesellen" und einigen Gesellen. Das Lederhaus muss eine beachtliche Größe gehabt haben. 1731 wurde der Wert des Warenlagers allein in Strebersdorf auf über 4000 Gulden geschätzt. Sussmann bekam wirtschaftliche Probleme und die Herrschaft versuchte, die Lederfabrik zurückzubekommen, zuerst Windischgrätz ab 1730 und nach dessen Tod die esterhazysche Verwaltung, die gerichtlich die Wiedereinlösung betrieb. Die Fabrik wurde schließlich eingestellt.
Kirchengeschichte
1275 übertrug der Bischof von Raab dem Abt von Klostermarienberg die Aufgabe, für die Entsendung eines Priesters in die "Kapelle" von Srtrebersdorf zu sorgen. Eine Kirche muss also bestanden haben, auch wenn Strebersdorf keine Pfarre war. Prickler weist auf einige Fakten hin, die möglicherweise dafür sprechen, dass Strebersdorf im Mittelalter schon eine Pfarre war - die schon früh hier abgehaltenen, bedeutenden Märkte, die im Hochmittealter ja an Sonntagen vor einer Kirche stattfanden, und der große Grundbesitz der spätmittelalterlichen Filialkirche sowie die reiche Ausstattung des Pfarrers.
In der Reformationszeit wurden auch die Strebersdorfer evangelisch. Blasius Rieder, Pfarrer von Frankenau und später Lutzmannsburg, schloss sich den Evangelischen an. Nicht ganz klar ist die Zugehörigkeit von Strebersdorf zu den Pfarren Frankenau oder Lutzmannsburg. Nach den Visitationsprotokollen des 17. Jahrhunderts war Strebersdorf der Pfarre Frankenau zugeteilt. Wahrscheinlich erfolgte diese Zuteilung erst nach der Konversion Franz Nádasdys zum Katholizismus. Zuvor wurde Strebersdorf von den lutherischen Pfarrern in Lutzmannsburg mitversorgt. 1547 waren von den 18 Sessionsbauern und 9 Söllnern angeblich schon 16 katholisch und 11 evangelisch. 1651 wurde der Großteil der Bevölkerung als unkatholisch bezeichnet, 1664 galt ein Viertel der Bevölkerung als evangelisch, 1674 die Hälfte. Erst unter den Esterházy begann dann die nachdrückliche Katholisierung. 1594/95 wurde ein kathólischer Schulmeister angestellt. Im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert übersiedelten evangelisch gebliebene Familien nach Lutzmannsburg (kobelrausch, Schlögl, Höttinger, Pfeiffer ...). Im frühen 19. Jahrhundert war Strebersdorf wieder rein katholisch.
Die alte Kirche, die wahrscheinlich in Teilen noch aus dem 13. Jahrhundert stammte, wurde durch ein Feuer zerstört, die neue Kirche 1904 gebaut. Im 19. Jahrhundert wurde oberhalb des Esterhazyschen Meierhofes eine Volksschule errichtet. Am 24. August 1968 brannte nahezu das gesamte Dorf ab, auch die Kirche, das Schulhaus und der Meierhof. Das Schulhaus wurde 1859/60 neu gebaut, 1869 und 1884 gab es Umbauten.
1848
Im Herbst des Revolutionsjahres verursachten die Ereignisse in Strebersforf-Frankenau einiges an Aufregung. Banus Jellacic schickte einen Teil seiner Armee über Westungarn nach Kroatien zurück. Bei Strebersdorf kam es am 13. Oktober 1848 zu einer kleinen "Auseinandersetzung". Die Kroaten zündeten den Ort Strebersdorf an. Ihren raschen Abmarsch in Richtung steirischer Grenze verpassten dann drei Soldaten in der Mühle. Die Müllerin holte Hilfe. Einige Männer aus Frankenau kamen in die Mühle und erschlugen die Kroaten. Die Frankenauer haben seither den Spitznamen Tucavci, die "Schläger". 1849, nach der Niederlage der Revolution, wurde der Ort Frankenau von kaiserlicher Reiterei umstellt und die am Übergriff beteiligten Personen verhaftet. Die Brüder Klabucic und Paul Dreiszker wurden zum Tode verurteilt und in Harkau erschossen, die Mittäter wurden mit 60 Stockhieben bestraft. Der Pfarrer von Frankenau, Martin Zeichmann, kam für ein Jahr ins Gefüängnis. Die erschlagenen Kroaten mussten ausgegraben und am Friedhof bestattet werden.
Urbarialvergleich
Am 19. Oktober 1864 wurde zwischen der früheren Herrschaft und der Gemeinde Strebersdorf der Urbarialvergleich beschlossen. Wald und Weide wurden aufgeteilt. Esterhazy trat einen Teil gegen Bezahlung an die Gemeinde ab. Bezahlt werden mussten die Ablösen für die Rottgründe (Rodungsgründe, die nicht zur Session gehörten). 60 Gulden mussten pro Joch bezahlt werden. Auch das Bergrecht wurde in Geld abgelöst. Die insgesamt beträchtlichen Ablösegelder mussten in 40 Halbjahresraten bei 6 %iger Verzinsung gezahlt werden. Die der ehemaligen Grundherrschaft verbleibenden Meiereifelder wurden in ein einziges großes Ackerstück zusammen gelegt.
Der esterhazysche Meierhof und die dazugehörende Gutswirtschaft ist verpachtet. Seit 1971 ist Helmut Adrigan der Pächter. Der Besitz umfasst 400 ha Ackerland, davon 220 in Strebersdorf, der Rest in Lackenbach. Der Betrieb baut Weizen, Braugerste, Raps und Zuckerrüben an und beschäftigt zwei familieneigene und zwei familienfremde Arbeitskräfte.
Lokalbahn
1913 wurde die Lokalbahn Oberloisdorf - Lutzmannsburg eröffnet. 1955 wurde sie eingestellt. Die "Westungarische Local - Eisenbahn Actiengesellschaft" erhielt 1913 die Konzession zum Betrieb einer Lokalbahn von Zalaber über Sárvár bis Oberloisdorf. Bis Anfang Jänner 1922 führte die Königlich Ungarische Staatsbahn den Betrieb, dann wurde der burgenländische Abschnitt vom österreichischen Staat übernommen- Bis 1931 war die Raab-Ödenburg - Ebenfurther Bahn für die Zugführung zuständig. 1930 wurde in Budapest ein Staatsvertrag geschlossen, in dem Lutzmannsburg als gemeinschaftlicher Grenzbahnhof festgelegt wurde. 1933 wurde der Verkehr teilweise eingestellt, 1944 der Oberbau teilweise abgetragen, ein Teil der Strecke für den Güterverkehr wieder in Betrieb genommen. Nach dem 2. Weltkrieg, ab August 1946, wurde der Verkehr zwischen Frankenau und Oberloisdorf wieder aufgenommen und war vor allem für den Zuckerrübentransport wichtig. 1956 wurde die Strecke endgültig stillgelegt, der Oberbau abgetragen.
Verwaltung
Am 1. Oktober 1895 wurde das Standesamt in Gro0mutschen errichtet, das als staatlicher Matrikelbezirk die Gemeinden Frankenau. Großmutschen, Kleinmutschen und Strebersdorf umfasste. Von 1930 bis 1938 war dies der Matrikelbezirk Frankenau, dann bis 1970 der Standesamtsbezirk Frankenau. 1971 wurde Strebersdorf um Zuge der Gemeindezusammenlegung dem Standesamt Lutzmannsburg angeschlossen. Die Lreissekretäre in Frankenau, auch für Strebersdorf zuständig, waren Karner Johann, Gyula Farkas (1897 - 1919), dann Franz Fertsak, ab 1927 Oberamtmann. Von 1948 bis 1970 war Karl Hergovich der zuständige Oberamtmann, nach der Gemeindezusammenlegung Johann Kanz und ab 1986 Karl Gansriegler.
Zwischenkriegszeit
Auch in Strebersdorf kam es zu den im ganzen Land typischen Spannungen, zunächst in der Anschlussfrage. Die Gemeinderepräsentanz nahm gegen Österreich Stellung - so wie von der Obrigkeit vorgegeben - und verwahrte sich vor allem gegen die Großdeutschen wie Dr. Alfred Walheim, dem man das Recht absprach, für die Deutschen Westungarns zu sprechen.
"Außergewöhnliche Repräsentantensitzung", 7 Feber 1921
1. Wir verwahren uns gegen die Durchführung der ungerechten Friedensverträge, weil durch diese die Ruhe und der Friede Mitteleuropas zerstört wird.
2. Wir verwahren uns dagegen, dass in Wien Abordnungen , aus uns unbekannten Leuten bestehend, im Namen des westungarischen Volkes sprechen, ohne hiezu von hieraus jemals einen Auftrag erhalten zu haben. Der in Wien geborene, Dr. Alfred Walheim, ist kein Ödenburger Bürger, gebraucht aber unberechtigter Weise neben seinen Namen das Wort !Ödenburg!, Dr. Beer ist ein Siebenbürger Sachse, hat also auch kein Recht in unserem Namen zu sprechen.
3. Mit Entrüstung weisen wir die Drohung des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Mayer zurück, wonach Truppen der kleinen Entente die westungarische Frage erledigen sollten.
4. Dem Volke Westungarns ist es nicht gleichgültig, in welchem Verhältnisse Ungarn und Österreich in Zukunft stehen werden, Westungarn, als Grenzgebiet Ungarns, ist die Verbindungsbrücke zwischen Österreich und Ungarn. Gelingt es unseren Feinden, Ufer immer zu untergraben, erweitert sich die Kluft zwischen den zwei Staaten und die Brücke stürzt in die Tiefe. Das Volk Westungarns geht dem Verderben entgegen, wenn Österreich und Ungarn sich nicht wenigstens so verstehen, wie in der Vergangenheit. Zur Abwendung der Gefahr, die unserem Volke droht, fordern wir die königlich ungarische Tegierung und die österreichische Bundesregierung auf, die zur friedlichen Lösung der westungarischen Frage notwendigen Verhandlungen dringend aufzunehmen und ehrlich und aufrichtig zu vollenden.
Franz Fertsak, Kreisnotär
Johann (Janos) Schmidt, Richter
Beglaubigung der Sitzungsprotokolle: Josef Wieder, Josef Weidinger "
(aus: 800 Jahre Strebersdorf, S. 114)
In der Zwischenkriegszeit gab es eine starke Ortsgruppe des sozialdemokratischen Schutzbundes. Als Repräsentant der Vaterländischen Front gab sich der Lehrer Michael Hoditsch. Er ließ vor der Kirche eine "deutsche Eiche" setzten. In seiner Ansprache soll er gesagt Haben: "der Dünger dieser Eiche ist die Vaterländische Front.; die Eiche wird gut gedeihen." Bald darauf ging sie ein. Die Zustimmung zum Anschluss an das Dritte Reich war auch in Strebersdorf überwältigend. Hoditsch wurde wegen des Abhörens eines Feinsenders im Winter 1944/45 vorübergehend eingekerkert. 1945 wurde er Direktor der Volksschule und blieb es bis 1955. Unstimmigkeiten gab es wegen der Grundstücke, die traditionell dem Kantorlehrer zur Verfügung standen. Die Gemeinde hatte 1935 Grundstücke und Naturalleistungen des Kantorlehrers eingezogen. Eine gesetzliche Ablöse erfolgte nicht. Die Kirchengemeinde berief sich nach 1945 darauf und verweigerte den Ertrag des "Schulackers" an die politische Gemeinde. "Kantorholz" und "Mostgeld" wurden nun wieder von der politischen Gemeinde eingefordert, für die Lehrerwohnung Miete verlangt und der Obst- und Gemüsegarten dem Lehrer entzogen. 1962 wurde der Baugrund für eine neue Volksschule gekauft, aber 1966/67 die Volksschule aufgelassen und das Grundstück an die esterhazysche Güterverwaltung zurück gegeben. 1989 wurde das alte Volksschulgebäude abgerissen und auf dem Platz das Feuerwehrhaus errichtet (1992 fertig gestellt). Ein Kindergarten bestand schon 1938. 1984 wurde er vorübergehend eingestellt, die Kinder nach Lutzmannsburg gebracht. Ab 1990 gab es in Strebersdorf wieder einen Kindergarten.
Entwicklung nach 1945
Die Besetzung des Ortes durch die Russen ging angeblich ohne größere Übergriffe vor sich. Die Sprengung der Brücken wurde verhindert. Die Russen setzten Johann Wieder (ÖVP) als Bürgermeister ein und blieb bis 1950 in diesem Amt. 1950 bis 1957 folgte Anton Erdelyi, 1957 bis 1970 Johann Schlögl, beide von der SPÖ. 1947 wurde die Gemeinde als einer letzten im Land elektrifiziert. In den 1950-er und 1960er Jahren mussten die damals üblichen Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden - Straßen, Kanalisierung, Feldwege, Ortsbeleuchtung, Neubau des Feuerwehrhauses ... 1965 gab es eine sehr schwere Überschwemmung. Es folgte die Rabnitzregulierung mit größeren finanziellen Beiträgen von Bund und Land. Die Gemeinde selbst, die äuß0erst fianzschwach war, konnte nur wenig Beiträge leisten. Nach der Zusammenlegung mit LÖutzmannsburg wurden eine Leichenhalle und ein Kindergarten in Strebersdorf errichtet. Sondermüllsammelstelle, neues Feuerwehrhaus und Kinderspielplatz folgten. Ortsvorsteher waren Joseph Kainrath (1071-82), Josef Ohr (1982-87) und Herbert Krutzler.
Im Rahmen der Dorferneuerung wurde der Kirchenplatz nach einer Befragung der Bevölkerung neu gestaltet.
Die Kirchengemeinde schaffte nach dem Krieg zwei neue Glocken an. Sie errichtete in der ehemaligen katholischen Schule ein Pfarrheim. 1957 wurde eine dritte, größere Glocke angeschafft., 1961 die Kirche renoviert. Mit dem Schuljahr 1966/67 wurde der Volksschulunterricht in Strebersdorf eingestellt. Die Kinder mussten nun die Volksschule in Lutzmannsburg besuchen. 1974 gab es erneut eine Kirchenrenovierung, 1982 wurde der Altarraum erneuert und die Sakristei saniert. 1994 wurde das neue Pfarrheim geweiht, das frühere Feuerwehrhaus, das gegen die römisch katholische Volksschule eingetauscht wurde.