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Sonderkulturen in der Zwischenkriegszeit

Neben der überragenden Bedeutung des Weinbaues spielte der Obst- und Gemüseanbau für die Versorgung der Industriestädte und besonders Wiens eine wichtige Rolle. Steinobst, besonders Kirschen und Marillen, kamen aus dem Nordburgenland, Ananaserdbeeren schon in der Zwischenkriegszeit hauptsächlich aus Wiesen. Im Bezirk Mattersburg erstreckte sich die Erdbeerkulturen bereits auf etwa 1000 Katastraljoch.
Die Obstbaumzählung von 1936 ergab einen Gesamtbestand von 3 207 640 Obstbäumen. 995 116 Apfelbäume standen vor allem im Südburgenland, Birnen kamen hauptsächlich aus den Bezirken Oberwart, Oberpullendorf und Mattersburg, von 362 021 Bäumen. Zwetschken, 952 379 Bäume, überwogen in Oberpullendorf, Oberwart und Güssing. Kirschen- und Weichselbäume wurden 428 493, Marillenbäume 110 298 und Pfirsichbäume 194.412 Bäume gezählt. Der Nussbaumbestand betrug 117.498. Edelkastaanien kamen aus dem Mattersburger Bezirk, aus dem Raum Klostermarienberg und Rechnitz. Vor allem nach dem Anschluss an Österreich wurde der Obstbau stark gefördert.
Der Frühgemüseanbau spielte ebenfalls schon in der Zwischenkriegszeit vor allem für die Versorgung Wiens eine wichtige Rolle. Aus der Neusiedler See- Region kamen Kopfsalat, Tomaten, Zwiebel, Majoran.
Die Weinbauflächen stiegen in den Jahren von 1932 bis 1936 stark an, im Neusiedler und Eisenstädter Bezirk um je 1000 ha.

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