person

Franz Joseph Stesgal

 

* 2. Oktober 1875 in Altschlaining
† 13. 2. 1954 in Wien

 

Politiker
  

Franz Stejsgal oder, wie sein Name später geschrieben wurde, Stesgal, wurde am 2. Oktober 1875 in Altschlaining geboren. Nach der Volksschule besuchte er die Realschule in Graz.  Er studierte zwei Jahre Theologie, gab das Studium aber schließlich auf, um Kaufmann zu werden.  In der k.u.k. Armee war er Rechnungshauptmann und für kurze Zeit auch Lehrer an der Freiwilligen-Schule in Ödenburg.  Während des Ersten Weltkrieges war er Rechnungsbeamter in der Güterverwaltung Erzherzog Friedrichs. 1919 bekam er eine Beamtenstelle im Nationalitätenministerium in Budapest.  In der Zeit der Räterepublik arbeitete er im Ödenburger Gauamt, im Büro Ludwig Lesers, der damals Gaukommissär für deutsche Angelegenheiten war. Er floh nach der Beseitigung der Räterepublik nach Österreich.  Stesgal trat  in die Verwaltungsstelle für das Burgenland als Beamter ein. Er schloss sich der christlichsozialen Partei an, die ihn zu ihrem Vertreter in der Verwaltungsstelle für das Burgenland ernannte. Er brachte es zum Regierungsrat und Bezirksverwalter des Bezirkes Mattersburg.1922, bei den ersten Wahlen im Burgenland, war er im Oberwarter Wahlkreis Spitzenkandidat der Christlichsozialen und zog in den Landtag ein. Als Finanzrefernt wurde er Mitglied der Landesregierung. Im April 1925 schied er - zuvor schon erkrankt - aus der Landesregierung aus und legte auch den Landtagssitz zurück. Als Beamter wurde er mit dem Titel Hofrat pensioniert.  Seine "Erkrankung" war eine Folge des Zusammenbruches der Burgenländischen Zentralbank, deren Präsident er war. Dieses Bankenkonsortium musste 1927 aufgelöst werden.

Stesgal starb am 13. 2. 1954 in Wien