person

Hans Ambroschitz

 

* 27.6.1890 in Wien
† 22.10.1952 in Graz

 

Journalist und Kämpfer für den Anschluss des Burgenlandes an Österreich
  

Ambroschitz stammte aus einer wohlhabenden Wiener Familie. Er besuchte ein Gymnasium und eine Handelsakademie und studierte Jus. 1915 brach er das Studium ab und meldete sich freiwillig zum Kriegsdienst. Durch einen Unfall während der Offiziersausbildung wurde er kriegsuntauglich und war 1917/18 bei einem Militärgericht tätig. Er wurde nach dem Krieg Journalist beim "Wiener Mittag" und  Chefredakteur der "Marburger Zeitung". Die jugoslaischen Behörden wiesen ihn wegen seiner deutschbewussten Gesinnung aus. Im November 1919 ging er nach Ödenburg und wurde Mitarbeiter der "Ödenburger Zeitung", ab Mai 1920 war er deren Chefredakteur. Die Ödenburger Zeitung wurde unter seiner Leitung zum wichtigsten pro-österreichischen Presseorgan. Er war zunehmend den Übergriffen der promagyarischen Freischärler ausgesetzt. Ambroschitz wurde im August 1921 aus Ödenburg ausgewiesen. In Wien stellte er sich ganz in den Dienst des Kampfes um das Burgenland.

Er stand den Großdeutschen nahe, war eines der Gründungsmitglieder  und nahm auch häufig an den Sitzungen der Vorläufigen Landesleitung der burgenländischen Großdeutschen Volkspartei teil. Nach der Konstituierung des Vereines Ödenburger Heimatdienst am 7. November 1921 wurde die Herausgabe einer eigenen Zeitung beschlossen. Im Heimatdienst leitete Ambroschitz die Abteilung Presse und Propaganda. Die Zeitung des Heimatdienstes, der "Freie Burgenländer", wurde zu einer der bedeutendsten Zeitungen des Burgenlandes und Sprachrohr der Großdeutschen. Ambroschitz war Herausgeber der Zeitung. Ambroschitz wurde im Feber 1922 der erste Landesparteisekretär der Großdeutschen Volkspartei. 1927 legte er aus Protest gegen das Zusammengehen mit den Christlichsozialen diese Funktion nieder. Ambroschitz sah in den "Magyaronen" und in den Monarchisten seine schärfsten Gegner. Er selbst sah den Anschluss an Deutschland als oberstes Ziel. Auch der "Freie Burgenländer", wohl die beste und angesehenste Zeitung des Landes in der Zwischenkriegszeit, geriet in eine finanzielle Krise, konnte 1828 mit Hilfe des Bergland-Verlages noch einmal gerettet werden, musste 1930 aber an den Landbund abgetreten werden. Ambroschitz schied aus und gründete eine neue Zeitung, die "Burgenland-Wacht", die aber schon im Oktober 1931 eingestellt werden musste. Ab 1929 arbeitete er als Journalist in Graz und war Gründungsmitglied der dortigen Burgenländischen Landsmannschaft. Ab 1934 war er Chefredakteur des Süddeutschen Tagblattes und dann Redaktuer der Winer Neusten Nachrichten. Nach 1945 war er für die "Neue Zeit" tätig.