Die Thannpeck hatten ihren Stammsitz in Walbersdorf (heute Stadtteil von Mattersburg), wo ihr Stammvater Perlup (wahrscheinlich Berthold) um 1300 nachweisbar ist. Harald Prickler vermutet, dass sie einer ritterlichen Dienstmannsfamilie der Mattersburg-Forchtensteiner entstammten und aus dem steirisch-niederösterreichischen Raum kamen. Sie erlangten Besitzungen in den Komitaten Wieselburg und Ödenburg und nannten sich , nachdem sie 1396 Karlburg (Oroszvar, heute Rusovce in der Slowakei) als Pfandbesitz erworben hatten, Tompek de Oroszvár.

1397 übertrug König/Kaiser Sigismund von Luxemburg die Burg und Herrschaft Schlaining zunächst pfandweise um 4000 Gulden an seine Gefolgsleute Nikolaus Zarka und Georg Tompek. Etwas später erhielt Georg Burg und Herrschaft als Schenkung. Die Schenkung brachte ihn in einen schweren Konflikt mit seinem Schwiegervater Zarka, der noch immer das Pfandrecht auf seine Hälfte besaß. Zarka strengte einen Prozess an und Georg wurde vom königlichen Hofgericht zum Tode verurteilt. Er einigte sich daraufhin mit Zarka. Zarka erhiet 500 Gulden und die Orte Hannersdorf, Welgersdorf und die Hälfte von Dürnbach.
Georg Tompek war eine interessante Persönlichkeit. Er nannte sich Magister, bekleidete also offensichtlich ein höheres Amt. Er kämpfte 1396 zusammen mit Sigismund bei Nikopolis gegen die Türken. Ein Türkenpfeil steckte seither in seinem Kopf.
1438 wurden Burg und Herrschaft Schlaining unter den Kindern und Erben Georgs aufgeteilt, Je ein Drittel bekamen die beiden Töchter Katharina und Margaretha, die mit den Brüdern Basy und Emmerich Himfy von Döbrönte verheiratet waren, ein Drittel erhielt der unmündige Sohn Johannes bzw. dessen Vormund Sigismund Zarka.
Andreas Baumkircher, der von Friedrich III. Schlaining übertragen bekam, trachtete danach, seinen Besitz auch nach ungarischen Recht abzusichern und heiratete Katharina Tompek, die inzwischen verwitwete Tochter Georg Tompeks, obwohl diese erheblich älter war. Die beiden anderen Drittel der Herrschaft kaufte er 1451 von Johannes Tompek bzw. 1456 von Margarethe Himfy.



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