person

Josef Rittsteuer

 

* 25.09.1914 in Neusiedl am See
† 12.12.2015

 

Prälat, Kirchenhistoriker
  

Nach seiner Volksschulzeit besuchte er das Knabenseminar in Hollabrunn. Dort maturierte er 1934 mit Auszeichnung. Anschließend studierte er an der Universität Wien Theologie. 1939 wurde er durch Kardinal Innitzer zum Prieter geweiht. Er war Kaplan in Mattersburg, in Wolfau und in Lockenhaus. Provikar Köller holte ihn nach Eisenstadt - Oberberg. 1946 wurde er Pfarrer in Kleinfrauenhaid. 1962 bewarb er sich erfolgreich um die Dompfarre Eisenstadt. Bischof Laszlo machte ihn zum Regens des burgenländischen Priesterseminars in Wien. Daneben hatt er zahlreiche Ämter in der Diözese inne. 30 Jahre lang war er Schriftleiter des St. Martins - Boten bzw. der Kirchenzeitung. Er wurde mit den Titeln Monsignore, Prälat und Apostolischer Protonotar ausgezeichnet. Vom Bundespräsidenten erhielt er den Berufstitel Professor verliehen.

Von besonderer Bedeutung war sein Wirken als Kirchenhistoriker. Schon in jungen Jahren erforschte er die Kirchengeschichte von Neusiedl am See (1950), 1948 der Ausatz über die Anfänge der Pfarre Kleinfrauenhaid. Es folgten etwa 200 Artikel und Beiträge in Zeitschriften und Fachzeitschriften.  Die Geschichte nahezu jeder burgenländische Pfarre wurde vin ihm behandelt, ebenso die Klöster des Landes und bedeutende kirchliche Persönlichkeiten. Eine seiner wichtigsten Arbeiten waren die "Klosterratsakten über das Burgenland", als Heft im Rahmen der Burgenländischen Forschungen veröffentlicht. Sein Hauptwerk wurde das Buch "Kirche im Grenzraum", eine Kirchengeschichte des Burgenlandes und bis heute unverzichtbares Standardwerk.
 
 Literatur:

  • Hillinger, Franz: Prälat Mag. Josef Rittsteuer. 100 Jahre alt und 75 Jahre Priester. In: Burgenländische Heimatblätter 76, 2014