person

Matthias (Mathäus) Haubner

 

* 1794
† 1880

 

Pfarrer, Superintendent
  

Haubner stammte aus Wesprim (Veszprém, Weißbrunn). Er studierte Theologie in Ödenburg und in Jena.Sein erstes Pfarramt erhielt er in Stadtschlaining, wo er sich besonders der Schule annahm. Ab 1824 hielt er monatlich Konferenzen mit den Lehrern seiner Pfarre. Ab 1829 war er Pfarrer in Raab,1846 wurde er zum Superintendenten des Kirchendistrikts jenseits der Donau gewählt.1848 nahm er in einem Hirtenbrief Stellung zur Revolution und stellte sich ganz auf deren Seite, rechtfertigte sie mit dem Recht des Volkes und schrieb: "Überwinden wir den Feind des Landes, so erringen wir auch den Sieg unserer Kirche". Nach der Niederlage der Revolution wurde Haubner zu sechs Jahren Kerker verurteilt und in Kufstein inhaftiert. Nach eineinhalb Jahren wurde er frühzeitig entlassen. Ab 1856 durfte er wieder als Pfarrer tätig sein. 1860 wurde er wieder als Superintendent eingesetzt.