OrtsplanEberau
Eberau

Kurzfassung! Am Ausbau des Artikels wird gearbeitet!

Eberau ist die bedeutendste Sielung des unteren Pinkabodens. Historisch gesehen als Herrschaftszentrum besonders wichtig. Die Wasserburg war Teil einer mittelalterlichen Befestigungsanlage Mindestens seit dem 12. Jahrhundert ein äußerst wichtiger Teil der Landesverteidigung Festungstechnisch ist Eberau äußerst interessant, da es eines der ganz wenigen Beispiele für das letzte Stadium der mittelalterlichen Befestigungstechnik mit Erdwällen und Palisaden (drei Wälle und zwei Gräben und diverse Vorwerke).

Erstmals 1221 urkundlich erwähnt, unter dem ungarischen Ortsnamen Monyorokerék (Haselgebüsch) - Stephan, Sohn des ehemaligen Banus Chepan, der als Minderjähriger in das Kloster von St. Gotthard eingetreten war, erhielt von König Andreas II. die Erlaubnis, das Patronat über die von seinem Großvater Micha gegründete Kirche zu Pernau und die Ortschaften Eberau, Hettfewhelly, Perwolff (Deutsch Schützen) und Kewlked dem Kloster St. Gotthard zu schenken.

Stephan stammte aus dem Geschlecht Ják, den Wasserburgern. Ihr Ahnherr Wetzelin von Wasserburg, war um das Jahr 1000 als Gefolgsmann Giselas von Bayern nach Ungarn gekommen. Er hatte Ják, später Pernau und Eberau bekommen.

Durch die Schenkung an das Kloster St. Gotthard blieb Eberau vor der Eingliederung in den Herrschaftsbereich der Güssinger bewahrt. 1292 sind Siedlung und Herrschaft unter der Verwaltung eines weltlichen Kastellans, des Grafen Bernhard aus dem Geschlecht Chem (Seyfriede). 1297 sind Allerheiligen, Prostrum, Bildein, Höll, Winten, Koh- und Kirchfidisch Teil der Herrschaft Eberau.  In diesem Jahr tauschte König Andreas III. Eberau mit dem Magister Jakobus, dem Sohn des Hernad  aus der Familie Hederváry, ein. Diese waren ein Zweig der Güssinger, der damals schon das Gebiet um Heiigenbrunn und Sumetendorf besaß. 1358 wurde ein Stefan Roth als Bürgermeister erwähnt.

Nach den Güssingern wurden die Ellerbacher Besitzer der Herrschaft. Konrad von Ellerbach, der aus Schwaben stammte, war am neapolitanischen Feldzug Ludwigs des Großen beteiligt und war in Dalmatien gefallen. 1369 bestätigte der König seinen Söhnen den Eberauer Besitz. Berhold von Ellerbach erhielt dazu von König Ladislaus V: die Patronatsrechte über Jàk und die Burg Körmend mit der dazugehörenden Herrschaft.

Um 1400 begann Berthold von Ellerbach, die alte, aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammende Befestigungsanlage umzubauen. Der Ort wurde mit einer mehrfachen Wallanlage umgeben und im Anschluss daran die Wasserburg errichtet, die ebenfalls mit kreisförmigen Befestigungsanlagen umgeben war. Ab 1424 ließ Berthold auch die Rotenturmer Wasserburg errichten. In den Kämpfen zwischen Friedrich III. und Mathias Corvinus stand Ellerbach zusammen mit Andreas Baumkircher auf der Seite des Habsburgers. Gemeinsam unternahmen sie den Zug gegen Ladislaus de Lèva von Güssing. Vorübergehend traten sie auf die Seite des Corvinen um später wieder dem Anschliss an Friedrich III. zu suchen. An dessen Königswahl in Güssing waren sie beteiligt. Der wiederholte Frontwechsel brachte den Ellerbacher 1464 die Schenkung von Körmend, Strem, Sumetendorf, Heiligenbrunn, Noschendorf, Bieling und weiterer Orte ein.  1460 wurde das Paulinerkloster in Kulm gebaut. 1448 erhielt Eberau ein Marktprivileg, 1462 wurde der Ort vom Dreißigst und von Mauten befreit.

Die kinderlosen Söhne Bertholds II., Stefan und Johann II. schenkten ihre Besitzanteile in Hagensdorf den Paulinereremiten von Kulm . Ihre Herrschaft verkauften sie Thomas Bakocz, Kanzler und Erzbischof von Gran.. Dieser schenkte sie seinem Neffen Peter Bakócz, der sich den Namen Erdödy von Monyorókerék zulegte. Der Stremer Bezirk ging wie die Herrschaft Güssing an Franz Batthyany.

Die Erdödy brachten Kroaten aus der Gegend von Moslavica und später aus der Gegend von Roviste, Racu und Kopreinitz in die Herrschaften Eberau und Rotenturm. Auch der nächste Grundherr, Nikolaus Zrinyi siedelte 1557 bis 1561 Kroaten aus Slawonien  auf seinen Gütern Eberau, Rotenturm und Weppendorf an. 1624 lebten in Eberau 19 Familien mit kroatischem, 13 mit unagrischem und 5 mit deutschem Familiennamen. Kulm war Ende des 17. Jahrhunderts kroatisch besiedelt und Kroatisch Ehrensdorf war überhaupt eine kroatische Neusiedlung. Im 18. Jahrhundert wurde die Bevölkerung eingedeutscht. Im Urbar von 1841 dominieren bereits eindeutig die deutschen Familiennamen.

Peter Erdödy war ohne männlichen Erben. Er ließ 1551 seine Tochter Anna von König Ferdinand I. in Sohnesrechte einsetzen. 1557 tauschte er, da er inzwischen Banus von Kroatien geworden war, die Herrschaft Eberau mit 33 Gemeinden gegen das in Kroatien gelegene Gut des Grafen Nikolaus Zrinyi. Georg und Nikolaus Zrinyi behielten ihren Besitz bis 1613. Die Zrinyi waren die Vetrtreter des evangelischen Glaubens im unteren Pinkaboden. Nikolaus Zrinyi ließ das Paulinerkloster in Kulm auf.  Erst 1613 kam die Herrschaft Eberau wieder an die Erdödy. Der Prozess mit den Zrinyi wurde zu Gunsten Thomas Erdödys entschieden.

1594 gehörten zur Herrschaft Eberau, Deutsch- und Kroatisch-Schützen, Kirch- und Kohfidisch, Ober- und Unterbildein, Kulm, Winten Edlitz, Harmisch St. Kathrein, Höll, Deutsch und Kroatisch Ehrensdorf und Prostrum. Dies war der Umgang der Herrschaft bis ins 18. Jahrhundert, bis zur Abspaltung der Herrschaft Kohfidisch.

Die Wehranlage von Markt und Schloss wurde während der Türkenkriege nicht erobert. Im Jahre 1605, während der Bocskai - Wirren, fand die Bevölkerung des Pinkabodens Zuflucht. 1620 ließ Thomas Erdödy die Befestigungsanlagen noch einmal  instand setzen. Im Rakoczy - Aufstand 1704 leisteten die Bürger von Eberau, die österreichisch gesinnt waren. erheblichen Widerstand. Die Burg wurde jedoch von herrschaftlichen Beamten den Rebellen übergeben.

Wirtschaftlich waren Markt und Herrschaft durch den mengen- und qualitätsmäßig bedeutenden Weinbau in Deutsch Schützen, am Tschaterberg in Winten und Kulm besonders ausgezeichnet. Aber auch die Viehwirtschaft hatte wegen der ausgedehnten Wiesen im Pinkaboden große Bedeutung. Eberau war vor allem unter den  Ellerbachern auf dem Weg zur städtischen Entwicklung und wurde in den Quellen auch immer wieder als Stadt bezeichnet. Die Entwicklung blieb dann aber stecken, da in der Umgebung andere Städte wie Steinamanger, Güns. Körmend  und Rechnitz Eberau den Rang abliefen. Im Markt wurden die Handwerker immer mehr von adeligen Hofbeamten in den Hintergrund gedrängt. Mit den Herrschaftsteilungen verlor Eberau an Bedeutung. 1728 teilte sich die Familie Erdödy in zwei Linien. in die ältere Eberauer und in die jüngere Rotenturmer Linie. Die beiden Linien besaßen zunächst gemeinsam die Herrschaft. 1806 teilten sie aber auch den Ort und das Schloss. Von der Rotenturmer Linie spaltete sich später die Kohfidischer Linie ab. 1770 gründete Ludwig Graf Erdödy im Eberauer Schloss eine Freimaurerloge ("Zum goldenen Hirschen", später "Zum goldenen Rad")

In kirchlicher Hinsicht war die Pfarre Prostrum (St. Peterfa) vielleicht die karolingische Urpfarre des ganzen Gebietes. Pfarre war auch Deutsch Schützen. In Kulm bestand ein Paulinerkloster, das im 16. Jahrhundert von den Zrinyi aufgelassen wurde. Unter den  protestantischen Zrinyi war Eberau als Herrschaftssitz auch kulturhistorisch von Bedeutung. In Eberau bestand 1587 bis 1591 eine Druckerei des Hans Manlius. Aus seiner Werkstatt stammt die erste im Burgenland gedruckte "Zeitung"  u. das erste  Arzt- u. Heilbuch. in ungarischer Sprache.
 Unter den katholischen Erdödy wurden Markt und Herrschaft wieder katholisch, das Kloster wurde allerdings nicht wieder aufgebaut. Die Pfarrkirche von Eberau wurde im 15. Jahrhundert unter den Ellerbachern erbaut. , 1745 wurde der hölzerne Turm durch den eindrucksvollen gemauerten Turm ersetzt. In Kulm entstand 1822 eine kleine Kapelle, 1898 ein Glockenturm. 1928 wurde auch in Kroatisch Ehrensdorf eine kleine Kirche gebaut.

Im 19. Jahrhundert hatten Eberau und seine Ortsteile die damals üblichen Probleme, In der zweiten Jahrhunderthälfte wuchs die Bevölkerung stark. Der Besitz war bereits extrem zersplittewrt und die Auswanderung blieb für viele der einzige Ausweg.

 

Der Anschluss an Österreich

Große  Unruhe entstand im ganzen Pinkaboden durch die unsinnige Grenzziehung. Drei deutsche und zwei kroatische Gemeinden sollten an Ungarn fallen. Ober- und Unterbildein und Luising waren besonders umstritten. 1922 wurde eine  Internationale Grenzregelungskommission zur Festlegung der Grenzen. Ungarn eingesetzt. Sie beantragten im Bereich des unteren Pinkatales verschiedene Grenzkorrekturen. Am 02.04.1922 besuchte eine Abordnung der neugegründeten österreichischen Regierung unter Führung von Bundespräsident Hainisch und Bundeskanzler Schober das südliche Burgenland und auch die Gemeinde Eberau.
Erst am 19. September 1922 wurde auf Völkerbundebene entschieden, die drei deutschen Orte Österreich anzuschließen.

 

Zwischenkriegszeit und zweiter Weltkrieg

In den letzten Kriegstagen war die Pinkatallinie heftig umkämpft. In den Weinbergen wurden verschiedene Verteidigungsstellungen errichtet.  Es gab viele Tote und zerstörte Häuser. Im Mai 1945 rückten ungarische Besatzungstruppen ein.Besonders schlimm war der Durchzug und der vurübergehende Aufenrhaltvon tausenden Ostarbeitern, die im Schloss, im Meierhof, in öffentlichen Gebäuden und Privathäusern untergebracht waren. Im stark überfüllten Ort herrschte große Rechtsunsicherheit, ja Rechtlosigkeit.

 

 

Nachkriegszeit

Der Eiserne Vorhang isolierte die Gemeinden des Pinkabodens stark, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten setzen sich fort. Trotzdem gelang es den finanzschwachen Gemeinden, beim Ausbau der Infrastruktur einigermaßen Schritt zu halten.  Die Straßen und Wege wurden ausgebaut, Wasserversorgung und Kanalisation eingeleitet. 1968  wurde die  neue Volksschule Eberau errichtet, die Volksschulen in den Ortsteilen wurden aufgelassen. Stark aufgewertet wurde Eberau durch die Gründung einer Hauptschule  1949 und deren Neubau 1952 - 1954, die 1979 ausgebaut wurde.

Das Gemeindestrukturverbesserungsgesetz brachte den Zusammenschluss der Gemeinden Eberau, Gaas, Kroatisch Ehrensdorf, Kulm, Oberbildein, Unterbildein, Winten zur Großgemeinde Eberau. 1980 wurde der Großgemeinde das Recht zur Führung des Wappens ("In Blau über einem halben goldenen Rad eine goldene Haselnuß, begleitet von goldenem Gebüsch"´)  verliehen. 1993 trennten sich  die Ortsteile Ober- und Unterbildein von der  Gemeinde Eberau. 1988 Eröffnung des Zentralkindergartens Eberau.
 

Gaas - Maria Weinberg

Die Wallfahrtskirche Maria Weinberg ist der bedeutendste Sakralbau des unteren Pinkatales. Die Burg Kertes wird 1221 bis 1369 urkundlich erwähnt. Sie wird dort, wo heute die Wallfahrskirche Maria am Weinberg steht, gesucht. Einige Hinweise darauf gibt es, etwa den sehr alten, vielleicht aus dem 12. Jahrhundert stammende unterirdische Karner mit einer kleinen Taufkapelle darüber, das gotische Sanktuarium mit einem Sakramentshäuschen aus dem 13. Jahrhundert und die Tatsache, dass die Kirche einst befestigt war. Die ältesten Teile der Kirche gehen also vermutlich auf die mittelalterliche Burg bzw. die Burgkapelle zurück. Die Jahreszahl 1155 im Sanktuarium könnte auf die Erbauung der ersten romanischen Burgkapelle hinweisen. Die gotische Madonna (um 1460) legt nahe, dass die Kirche bereits eine selbständige Pfarre war. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche um das spätgotische Langhaus erweitert.

 

Gaas

Zur Großgemeinde Eberau gehört heute auch Gaas, das ebenfalls schon 1221 als "Kertes" erwähnt wurde. In dieser Urkunde ist die Rede von einem "Haus des Heinrich", wahrscheinlich Heinrich von Güssing. 1271 wird ein "castrum de Kertes" genannt. Über die Grundherrn im Mittellter ist nichts bekannt. 1558 wird als Grundherr die Kleinadelsfamilie Akats - Loranth genannt. Der Weinbau spielte in Gaas immer eine besonders wichtige Rolle. Es gab eine eigene Weingartenordnung und ein Berggericht.  Die Türkenzüge dürften sich verheerend ausgewirkt haben. 1570 waren nur drei Höfe bewohnt. Zwischen 1758 und 1764 mussten die Gaaser Grundherrn einen Prozess gegen Ludwig Batthyany um die Hottergrenze zu Moschendorf austragen. 1859 vernichtete ein Großbrand den Ort.  1860 wurde die Volksschule Gaas gebaut und 1881 eine Volksschule in Eberau ("alte Volksschule") 1888 wurde der "Pinkathaler Spar- und Aushilfsverein gegründet, 1923 die Raiffeisenkasse Eberau. Die Reblauskrise und der starke Bevölkerungszuwachs führten auch in Gaas zur Verarmung. Auswege waren die Wanderarbeit, die "Grünarbeit" in Innerungarn und dann in Niederösterreich, und die Auswanderung nach Amerika. Zwischen 1900 und 1939 wanderten 179 Personen aus, 76 kamen wieder zurück. 1920 wurde der Ort mit elektrischem Strom versorgt, 1939 die Straße zwischen Edlitz und Strem gebaut. Die Entagrarisierung verlief ähnlich wie in den Nachbargemeinden. 1956 gab es noch 72 landwirtschaftliche Betriebe, 1988 nur mehr 8.

 

Kroatisch Ehrensdorf

Das Dorf war eine kroatische Neugründung auf dem Gebiet der mittelalterlichen Gemeinde Ehrensdorf. Urkundlich wird es erst 1659 erwähnt, also etwa 100 Jahre nach der Neugründung. Auch aus Kroatisch Ehrensdorf war die Auswanderung stark. 1900 bis 1939 gingen 39 Personen nach Amerika, 22 kehrten aber wieder zurück.

 

Kulm

Auch Kulm wird unter dem Namen Cólon erstmals in der Urkunde von 1221 erwähnt. Es war in seiner Entwicklung eng mit Eberau verbunden. Die Kirche von Eberau befand sich im Mittelalter auf Kulmer Gebiet. Dort gründeten die Ellerbacher 1473 das Kloster der Pauliner. Das KLoster qurde 1558 aufgelassen. Aus dem Jahre 1786 gibt es letzte Hinweise auf bauliche Überreste. In einem Visitationsbericht aus dem Jahre 1667 wird Kulm als Kroatisches Dorf bezeichnet.

 

Winten

Winten wird schon 1157 als "Villa Witin" erstmals urkundlich erwähnt. Der Name deutet auf eine altslawische Besiedlung hin. Anders als in den Nachbardörfern wurden aber in Winten im 16. Jahrhundert keine Kroaten eingesiedelt. Kirchlich war Winten immer eine Filiale von Eberau.

 

Bevölkerungsentwicklung

Eberau hat seit dem stark an Bevölkerung verloren. Zunächst, bis 1900, entsprach die Entwicklung noch dem Trend der ganzen Region. Von 1869 bis 1900 steig die Einwohnerzahl von  1761 auf 2048. In der Zwischenkriegszeit ging ein Viertel der Einwohner verloren.  Nach dem 2. Weltkrieg setzte sich dieser Rückgang fort. 2016 hatte der Ort nur mehr 936 Einwohner. Sowohl Geburten- wie auch Wanderungsbilanz sind extrem negativ.  Die Bevölkerung ist stark überaltert., 33,4 % sind Pensionisten. Von den 71 selbständigenErwerbstätigen arbeiten noch  m34 in der Landwirtschaft. 263 Personen sind Auspendler, davon 100 in ein anderes Bundesland (Wien), 66 Einpendler.  Von den insgesamt 35 Arbeitsstätten  hatten nur 2 Betriebe mehr als 20 Beschäftigte.

Nach Ortsteilen betrug der Bevölkerungsstand:

 Eberau 397
 Gaas 299
 Kroatisch Ehrensdorf 86 
Kulm im Bgld. 143
Winten 71
Q: STATISTIK AUSTRIA, Registerzählung 2011.Gebietsstand 2011. Erstellt am: 31.07.201

 

Politische Entwicklung

In der Gemeindepoltik dominiert stark die ÖVP. 1997 erhielt sie 75,7 % der Stimmen, 2002 nur etwas weniger. Ähnlich eindeutig waren die Ergebnisse der Bürgermeisterdirektwahl. Von 2007 auf 2012 sank der Anteil der ÖVP von 70,6 auf  64,5 % der Stimmen. Die SPÖ trat 2012 nicht an. Eine Bürgerliste erhielt  35,5 % der Stimmen. Bürgermeister ist seit 2012  Johann Weber.

 

"Erstaufnahmezentrum" Eberau

Ein geplantes ERstaufnahmezentrum sorgte für große Unruhe.2008 wurde im Regierungsprogramm der Großen Koalition  eine "Erstaufnahmestelle Süd" für Asylwerber  als Entlastung für Traiskirchen und Thhalham vorgesehen. Im Juni 2009 schrieb Bundesminsiterin Maria Fekter (ÖVP) das Projekt öffentlich ausschreiben. Kärntner Gemeinden lehnen die Errrichtung ab. Im Burgenland wird eine Novelle zum Raumordnungsgesetz beschlossen, um ein Erstaufnahmezentrum zu verhindern. Minister Fekter präsentiert Eberau als Standort, Der Bürgermeister hatte den Baubescheid bereits ausgestellt. Ende Dezember 2009 kündigte Bürgermeister Strobl eine Befragung der Bürger von Eberau an. Der Baubescheid wird auf Weisung Hans Niessls aufgehoben. Der Gemeinderat von Eberau sprach sich einstimmig gegen das Projekt auf. Es gelingt Fekter und Minister Darabos nicht, einen alternativen Standort zu finden. Jänner 2010:  FPÖ und Grüne bringen im Nationalrat zwei Misstrauensanträge gegen Fekter ein. Sie werden beide mit Koalitionsmehrheit abgelehnt. Fekter will die Beschwerde beim VfGH auch dann nicht zurückziehen, wenn sich die Bevölkerung von Eberau gegen das Zentrum ausspricht.

21. Februar 2010: In Eberau und den vier Ortsteilen Kulm, Kroatisch Ehrensdorf, Winten und Gaas können die Bürger über das geplante Erstaufnahmezentrum in einer Volksbefragung abstimmen. Die Beteiligung ist hoch - und die Ablehnung groß. 90,1 Prozent sprechen sich gegen den Bau des Erstaufnahmezentrums aus.