person

Karl Krikler

 

* 28.05.1915 in Weiden
† 16.12.1986 in Bad Sauerbrunn

 

Politiker, Präsident des Burgenländischen Landtages
  

Karl Krikler stammte aus einer Weinbauernfamilie in Weiden a. S. Er besuchte die Hauptschule in Neusiedl und anschließend die Lehrerbildungsanstalt in Feldkirch in Vorarlberg. 1935 meldete er sich als Einjährig Freiwilliger zum Bundesheer. 1937 kam er als Lehrer nach Bocksdorf.

1939 wurde Krikler zur Wehrmacht eingezogen. Als Oberleutnant geriet er bei Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1047 zurückkehrte. Er wurde wieder Lehrer und ab 1951 Schuldirektor in Bocksdorf. 1949 wurde er Gewerkschaftsfunktionär der Lehrer. 1956 zog er als Abgeordneter der SPÖ in den Burgenländischen Landtag ein, wo er vor allem in Schulangelegenheiten einer der Hauptsprecher seiner Fraktion wurde. Ein weiterer wichtiger Bereich seines Engagements war das wirtschaftliche Gefälle zwischen dem Norden und dem Süden des Landes. 1965 wurde er zum Stellvertretenden Landesparteiobmann gewählt und 1966 wurde er erster Landtagspräsident. Diese Funktion übte er bis 1977 aus. Er gehörte zum engsten Führungskreis der Partei um Landeshauptmann Theodor Kery.

1977 zog sich Krikler aus seinen Funktionen zurück und widmete sich dem Pensionistenverband, dessen Landesobmann er 1983 wurde.

Literatur:

  • Schlag, Gerald; Burgenland. Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Biographien.