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Philipp III. Batthyány

 

* 1781
† 1870

 


  

Er war der ältere Sohn von Ludwig I. Batthyány von der älteren, fürstlichen Linie der Batthyány. Er war Obergespan des Komitates Eisenburg, Kämmerer und Geheimer Rat, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, Kommandeur des österreichischen Leopoldordens. Er kämpfte als Major in den napoleonischen Kriegen. Er lebte in Budapest, Trautmannsdorf, Körmend und Wien. Er starb unverheiretet und kinderlos.

Er erbte alle drei Fideikommisse der Batthyány und weitere Güter. Die Herrschaftszentrale für die niederösterreichischen Besitzungen ließ er in St. Margarethen am Moos errichten. Das Strattmann - Fideikommiss in Oberösterreich löste er auf. Er gilt als besonderer Förderer der Juden in seinen Herrschaften. Er ließ in Güssing eine neue Synagoge errichten (heute Rathaus) und auch die neue Synagoge in Rechnitz fördern. Er kaufte Anteile an Güssing und ließ dort eine Stiftung zum Erhalt der Burg, des Klosters und der Familiengruft einrichten.

Die Erben Philipps III. waren Gustav I. Batthyány und seine Nichten, die Töchter seines Bruders Johann Baptist - Elisabeth, verheiratete Draskovich und Juliana verheiratete Montenuovo (bekam die Besitzungen in Oberösterreich) Gustav I. Batthyány lebte in England.

Literatur:

  • Schober, Franz Josef, Zur Genealogie und zu den Besitzverhältnissen der Familie Batthyány vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. In: Die Familie Batthyany, Band 1. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Bd. 139. Eisenstadt 2015
  • Polster, Gert, Die ältere Linie der Familie Batthyany im 18. Jahrhundert. In: Burgenländische Heimatblätter 2000, Heft 4 und 2001 Heft 1.