person

Ludwig Ernst Batthyány

 

* 1696
† 1765

 

Oberster Landesrichter
  

 

Er war der ältere Sohn von Adam II. und der Eleonore Strattmann, die zunächst nach dem Tod des Vaters die Vormundschaft inne hatte. Er trat in den Militärdienst ein und kämpfte gegen die Türken. Er war Obermundschenk, Obergespan von Eisenburg, Administrator des Komitates Zala, Kämmerer und Geheimer Rat, ungarischer Hofkanzler, Oberster Landesrichter und ab 1751 Palatin. Er wohnte in Wien und in Körmend, das er zum Verwaltungszentrum seiner Besitzungen machte. In Güssing errichtete er die "Graf Ludwigsche Residencz" und das Sommerschloss (heute Schloss Draskovich). Zu seinem riesigen Besitz vom Vater und der Mutter erwarb er weitere Herrschaften, darunter auch Tazmannsdorf, das er der Herrschaft Bernstein anschloss. 1746 errichtete er das Ludwig Graf batthyanische Fideikommiss mit Ludbreg, Kanizsa, Körmend u.a. und den zwei Häusern in Wien und Buda.

Ludwig Ernst hatte vier Söhne: Adam Wenzel, Josef I. , Theodor I. und Philipp I. Seine Tochter Antonia war die dritte Gemahlin ihres Onkels Fürst Karl Batthyany - Stratmann.

Literatur:

  • Schober, Franz Josef, Zur Genealogie und zu den Besitzverhältnissen der Familie Batthyány vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. In: Die Familie Batthyany, Band 1. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland, Bd. 139. Eisenstadt 2015
  • Polster, Gert, Die ältere Linie der Familie Batthyany im 18. Jahrhundert. In: Burgenländische Heimatblätter 2000, Heft 4 und 2001 Heft 1.