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Paul Nádasdy

 

* 1598
† 1633

 

Sohn Franz II., des "Schwarzen Beg", und der Elisabeth Bathory, der "Blutgräfin"
  

Beim Tod seines Vaters war Paul erst sieben Jahre alt und stand unter der Aufsicht seiner Mutter, die sich jedoch als gute Verwalterin der Nádasdy-Güter erwies.    Paul konnte den Einfluss der Nadasdy trotz einiger Würden nicht mehr im vollen Umfang bewahren. Andere aufstrebende Familien wie die Thurzo, Esterházy, Erdödy, Banffy und Batthyany traten in den Vordergrund. Er verlor das Amt des Obergespans von Ödenburg an Franz II. Batthyany und schließlich an Nikolaus Esterhazy. Zwar war er Kreisgeneral bis zu seinem Tod 1633, danach übernahmen die Batthyany auch diese Position.

Eine Schwester Pauls, Anna, heiratete Nikolaus VI. Zrinyi, den Vater des Dichters und Feldherrn Nikolaus VII., eine andere Schwester, Katharina, war mit dem Oberstlandesrichter Georg Homonnai Drugeth verheiratet.  Paul heiratete in erster Ehe Barbara Cziráky, in zweiter Ehe Judit Révay,

Paul Nadasdy schloss sich 1619 dem Aufstand Bethlens an und nahm auch an den Kämpfen teil. Seine Burgen in Deutschkreutz und Tschapring wurden zerstört. Nach dem Scheitern der großen ständischen Erhebung in der Schlacht am Weißen Berg wechselte Paul Nadasdy die Seite und schloss sich den Habsburgern an. In der Folgezeit blieb er loyal und wurde in den Grafenstand erhoben. Er wurde Kreisgeneral Transdanubiens und Königlich Ungarischer Rat, Nach dem Tod von Nikolaus VI. Zrinyi leitete er ab 1627 die Grenzfestungen gegenüber Kanisza.  Anders als seine Zeitgenossen Nikolaus Esterházy und Adam Bathhyany blieb Paul Nadasdy evangelisch. Er widmete sich stark der Religion und der Literatur.  An der Stelle der Deutschkreutzer Burg ließ er das heute noch bestehende Renaissance - Schloss errichten.