Ortsname:

Wysun 1346, Wysson 1435, Wisen 1441, Wysen 1526, Retfalu aliter Wisn 1810, Wiesen 1849

Urgeschichte:

Da das Ortsgebiet von Wiesen in frühgeschichtlicher Zeit größtenteils bewaldet war finden sich nur wenige urgeschichtliche Relikte. 1961 wurde durch A. Ohrenberger auf der Ried Langacker eine 8 Meterlange und zwei Meter breite Steinsetzung freigelegt, mit Scherben der linearbandkeramischen Kultur und der Lengyelkultur. Aus der späteren La Tène - Zeit sind Scherben und Siedlungsgruben bekannt.

Aus dem 14. Jahrhundert stammt ein eisernes Schwert, das 1954 beim "Schanikreuz" außerhalb des Ortes gefunden wurde. Es wurde restauriert und befindet sich im Museum von Wr. Neustadt.

Mittelalter

So wie Forchtenstein gehörte auch Wiesen zum Ortsgebiet von Mattersburg. 1202 wird der Ort noch nicht erwähnt. 1346 taucht der Ortsname in der Teilungsurkunde der Grafen von Mattersdorf - Forchtenstein erstmals als "Wysun" auf. Die Anlage des Dorfes erfolgte wahrscheinlich um 1300. Im unteren Teil war Wiesen ein Stra0endorf, im oberen ein Grabendorf. Auf großen Rodungsflächen am Hang des Rosaliengebirges wurden Wiesen gewonnen und dann in Acker- und Weingartenflächen umgewandelt. Die ersten Bewohner kamen wahrscheinlich aus Mattersburg. Noch 1689 bildeten Mattersburg, Forchtenau und Wiesen eine gemeinsame Hottergemarkung. Wiesen gehörte zur Pfarre Mattersburg.

Graf Wilhelm von Forchtenstein versetzte vor 1445 einen Hof in Wiesen wahrscheinlich einem seiner Dienstmannen. Dieser Hof gelangte an den Wr. Neustädter Bürger Veit Habreiner und 1500 an den Ritter Alexander Schiffer von Freiling. Dieser schloss ihn seiner Kleinherrschaft Petlau in Sigleß an. Er blieb bis 1627 bei der Petlau. Auf dem Gebiet dieses Freihofes waren schon vor 1500 drei Bauern angesiedelt worden.

Frühe Neuzeit

Ursprünglich umfasste  ein ganzes Lehen 12 Joch Ackerland und zwei Tagwerk Wiesen. Insgesamt gab es nur 123 Joch Ackerland und 20 1/2 Tagwerk Wiesen. Die Höfe waren also sehr klein. Dazu kamen allerdings im Laufe der Zeit zahlreiche Rodungsäcker. Die Rodungsflächen umfassten etwa 400 Joch, waren also wesentlich größer als die zur Ansässigkeit gehörenden urbarialen Gründe. Die Rodungsäcker waren Zinsäcker.

Auch Wiesen war von der spätmittelalterlichen Wüstungswelle stark betroffen. Das Forchtensteiner Urbar von 1500 nennt 5 bewohnte Halblehen und 20 Viertellehen  11 öde Viertellehen. Insgesamt standen 27 bewohnten Höfen 11 öde gegenüber. Das Dorf erholte sich aber rasch. 1526 waren von den 37 Höfen 6 halbe und 28 Viertellehen bewirtschaftet, nur ein Viertellehen war nicht bestiftet. 1569 war das Dorf auf 37 Bauern und  5 Hofstättler, zusätzlich die drei Untertanen der Petlau, gewachsen. 1581 wurde die Errichtung mehrer Hofstatthäuser gestattet.  Als 1572 die niederösterreichische Kammer die verpfändete Herrschaft rücklöste leistete Wiesen dazu einen Beitrag von 200 Gulden.

1589 zählte das Dorf 64 Häuser: 6 halbe , 29 Viertellehen, 17 Hofstätten mit kleinem Weingarten und 9 Hofstätten ohne Grund. Dazu kamen die drei Untertanen der Petlau. Ein Viertelhaus gehörte der Barbara - Zeche. Die Filialkirche war offenbar kurz zuvor errichtet worden.

Das Urbar von 1675 lässt erneut ein Anwachsen des Ortes erkennen. Es gab nun schon 20 Viertel- und 50 Achtelhäuser, 34 Hofstätten und 7 Kleinhäusl. Dazu kam noch das Schulhaus. Zwei Kleinhäusl waren Hirtenhäuser. Insgesamt gab es schon 114 Häuser. Diese starke Vermehrung der Ansässigkeiten legt nahe, dass die Besitzungen immer kleiner wurden. Die vielen Hofstätten und Kleinhäusl sind nur aus der großen Bedeutung des Weinbaues erklärbar. Obwohl Türken- und Kuruzzenkriege ihre Spuren hinterließen und 1713 die Pest wütete stieg die Häuserzahl weiter an. 1767 gab es 88 Viertelhäuser und schon 58 Söllnerhäuser. Dazu kamen noch 21 Söllnerfamilien ohne Haus. Offenbar waren die wirtschaftlichen Verhältnisse günstiger als in vielen Nachbargemeinden. Die Forschung erklärt dies mit der Nähe zum Wr. Neustädter Markt und mit der Möglichkeit, Obst dort verkaufen zu können, sowie mit den Verdienstmöglichkeiten, die die Wr. Neustädter Manufakturen boten.

Im 17. Jahrhundert stiegen, so wie auch in der übrigen Herrschaft, die Abgaben stark an. Vor allem das Tazgeld mit 151 Gulden und das Soldatenquartiergeld mit 105 Gulden fielen ins Gewicht. Im Urbar von 1767 ist festgehalten, dass die Wiesener eine Summe von 384 Gulden an die Herrschaft zahlten. Sie hatten also einen Kontrakt mit der Herrschaft. Der Kommission gegenüber gab der Richter an, dass das Dorf nicht übermäßig mit Robot belastet war und die Gemeinde mit ihrer Lage zufrieden war. In einem 1851 erschienen Ortslexikon wurde angegeben, dass das Dorf hauptsächlich vom Obstbau lebte (Kastanien, Äpfel, Birnen, Kirchen).

Der Weinbau war in Wiesen über Jahrhunderte von großer Bedeutung. Er war mittelalterlichen Ursprungs. Das erste Bergbuch stammt aus dem Jahre 1526. 1570 umfasste das Weingebirge 67 3/8 Viertelweingärten. Sie waren zur Hälfte im Besitz von Niederösterreichern, hauptsächlich von Bürgern Wr. Neustadts. 1589 gehörten von insgesamt 96 5/8 Viertelweingärten nur mehr 19 % den Wr. Neustädtern. Die Wiesener hatten auch in den Nachbarorten viele Weingärten, besonders in Mattersburg und Forchtenau. 1716/17 stark zurückgegangen, stieg aber bis Mitte des 19. Jahrhunderts wieder stark an (etwa 60 Joch 1865). 1872 war ein beträchtlicher Teil der Weingärten bereits gerodet und mit der Reblauskrise um die Jahrhundertwende wurde der Weinbau in Wiesen ganz aufgegeben.

Der große Wiesener Wald von über 1000 Joch wurde, wenn der Kaiser in Wr. Neustadt Hof hielt, für Holzlieferungen herangezogen. Vorübergehend erhielten die Wiesener das Holz zu einem sehr niedrigen Sonderpreis und nutzten diesen für einen schwunghaften Holzhandel. Sie begründeten dieses Privileg damit, dass sie bei einem Waldbrand sofort zum Löschen bereit waren. Burghauptmann Kollonitsch wandte sich deswegen an die Kammer, die entschied, dass die Wiesener nur das Holz für den Eigenbedarf verbilligt bekommen sollten.

1627 enteignete Nikolaus Esterházy, seit 1626 Eigentümer der Grafschaft Forchtenstein, den niederösterreichischen Freiherrn Urschenbeck und schloss dessen Besitz in Wiesen der Grafschaft an. Aus dem Jahr 1627 haben wir im Forchtensteiner Archiv zwei interessante Nachrichten. So wird vermerkt, dass die Tochter des Georg Körner, der 1605 während der Bocskay - Unruhen versorben war, noch immer verschollen war. Sie wurde offenbar von Türken oder Tataren verschleppt. Im Jahre 1627 gab es in Wiesen einen Fall von "Zauberei".

Zu Beginn der 1630er Jahre baute ein Müller namens Jacob Tschepäny in Wiesen eine kleine Mühle und ein Stampfl. Er verkaufte sie 1631 an den Trausdorfer Müllermeister Jacob Wuldin um 95 Gulden.

18. und 19. Jahrhundert; Grundentlastung

Die bauliche Entwicklung ist aus der Walterkarte von 1750/71 zu erkennen. Wiesen war ein zweizeiliges Straßendorf, wobei die nördliche Zeile weiter nach Westen reichte. Es gab zwei Mühlen. Eine, die "obere Mühle"  lag am westlichen Ortseingang, daneben einige Kleinhäusl. Am östlichen Ortseingang lag die "untere Mühle". Die Kirche lag am östlichen Ortsende. Bis 1784/87 wuchs Wiesen erneut um 20 Häuser, um dann zu stagnieren. Die Bevölkerung wuchs aber weiter an. Die Einwohnerzahl stieg von 1784  985 Personen auf 1828 1226 Personen. 1801 raubten 400 ungarische Husaren das Dorf aus und steckten es in Brand. 1805 vernichtete ein Großbrand nahezu den ganzen Ort. Ebenfalls 1805 wurde zur Grenzsicherung ein kaiserliches Infanterieregiment nach Mattersburg  und in die Dörfer der Umgebung verlegt.Die Soldaten schleppten in Wiesen eine ansteckende Krankheit, wahrscheinlich die Cholera, ein. 1806 starben daran 65 Erwachsene und 22 Kinder. 1809 lagen 16 Mann in Wiesen im Quartier. Im September 1813 verwüstete eine schwere Überschwemmung den Ort, 1823, 1832 und 1834 gab es wieder Großbrände.1831/32 starben 44 Personen an der asiatischen Cjolera. 1845 schloss die Herrschaft einen Kontrakt über den Bau von 12 Kurialhäusern für bisherige Inwohner zu den üblichen Bedingungen - ein Gulden Hauszins und 36 Tage Handrobot. Schon 1855 lösten die dortigen Söllner ihre Verpflichtungen um 96 Gulden pro Haus ab. 1861 kaufte die Gemeinde von der Herrschaft das Schankrecht und das Fleischbankrecht um 8400 Gulden. Auch das herrschaftliche Wirtshaus wurde  1867 an das Mattersburger Ehepaar Anton und Christina Bauer verkauft.1865 gab es erneut einen Großbrand.

1848 wurde auch in Wiesen eine "Nationalgarde" aufgestellt. Jeder Bauer im Alter von 20 bis 50 Jahren und mit einem Vermögen von mehr als 200 Gulden war verpflichtet, einzutreten. Zum Einsatz kam sie jedoch nicht. Durch die Grundentlastung erhielten auch die Wiesener ihre Hofgründe als freies Eigentum. 1869 wurden die nichturbarialen Gründe und Lasten abgelöst, 1869 die gesetzlich vorgeschriebene "Urbarialgemeinde" für den gemeinsamen Besitz an Wald und Weide gebildet. Gegen die Errichtung einer eigenen, selbständigen Kleingemeinde Sauerbrunn (Savanyúkút) wehrte sich Wiesen, das einen Teil seines Hotters abtreten musste. Man konnte die Errichtung der Gemeinde 1909 aber nicht verhindern.

1855 wurde auch in Wiesen das Gemeindenotariat vom Schuldienst getrennt. Wiesen gehörte zum Notariatskreis Fochtenau, gemeinsam mit Neustift. Der erste Notar, Johann Schneider, trat 1856 seinen Dienst an.1861 wurden die Bezirksnotariate wieder aufgelöst.  Nach der Volkszählung von 1850 gab es in Wiesen 181 Häuser mit 323  Wohnparteien. Die Einwohner waren mit Ausnahme eines Ungarn alle Deutsche und mit Ausnahme eines Evangelischen alle Katholiken. 160 Wohnparteien besaßen Zugtiere, darunter 44 Pferde, 140 Ochsen und 148 Kühe. Das Weingebirge war noch inner 61 Joch groß, geerntet wurden aber nur 30 Eimer Wein. Die Grundentlastung betraf 88 Bauernhöfe und 91 Häusler. 1872 wurde die Ablöse der nichturbarialen Gründe geregelt.

Die Eröffnung der Eisenbahnlinie 1847 erweiterte die wirtschaftlichen Möglichkeiten. Das Obst aus Wiesen wurde bisher hauptsächlich in Buckelkörben nach Wr. Neustadt auf den Markt gebracht. Nun konnte man auch in die Orte entlang der Südbahn, etwa nach Bad Vöslau und Baden, aber auch nach Wien liefern.

1893 erhielt Wiesen die Erlaubnis, einen eigenen Gemeindearzt anstellen zu dürfen. Es war dies Dr. Sigismund Hoffmann. 1890 wurde eine "Volksbibliothek" eingerichtet. 1891 wurden die Statuten des Freiwilligen Feuerwehrsvereines genehmigt. 1894 wurde die staatliche Matrikelführung eingerichtet. Ab 1898 durfte die Gemeinde nur mehr den offiziellen Namen Rétfalu verwenden. 1900 wurde die römisch - katholische Volksschule in eine Staatsvolksschule umgewandelt. 1905/7 wurde Wiesen zur Großgemeinde erklärt. 1905 entstand der Männergesangsverein "Hoffnung". 1910 wurde die Straße zum Bahnhof Wiesen-Sigleß ausgebaut.

Die Weingärten umfassten Mitte des 19. Jahrhunderts noch etwa 60 Joch, wurden im Zuge der Reblauskrise aber alle aufgegeben und durch Obstkulturen ersetzt. In der Obstbaumzählung von 1938 wurden 13 719 Äpfel-, 8358 Birn- und 9901 Kirschbäume gezählt. Dazu kamen 3374 Zwetschken-, 1034 Marillen- und 637 Pfirsichbäume. Eine wesentliche Rolle nahm bald der Ananaserdbeerenanbau ein.

1876 entrichteten aus Wiesen 81 Obsthändler Einkommenssteuer. Die berufliche Struktur, die in der Volkszählung 1900 erhoben wurde, lässt einige Besonderheiten erkennen, die Wiesen von den übrigen Gemeinden der Nachbarschaft unterschieden. So war der Anteil der von der Land- und Forstwirtschaft Lebenden mit 923 (= 56,8 %)  von 1625 Einwohnern schon relativ klein. Von Gewerbe und Industrie lebten 9,8 %, vom Handel aber beachtliche  22,9 %. Bis 1910 sank der Anteil der Händler etwas ab, der von Gewerbe und Industrie stieg auf 12,6 %. Aber auch der Anteil der Bauern stieg wieder.

Erster Weltkrieg und Anschluss an Österreich

Im Jahr 1918 wurde in der Schule ein Feldlazarett eingerichtet. 66 Soldaten fielen im Krieg. Während der Räterepublik übernahm ein Arbeiter- Bauern- und Soldatenrat die Gemeindevertretung. Die Bevölkerung war für den Anschluss an Österreich, angesichts der wirtschaftlichen Verflechtung nicht verwunderlich. Das Protestschreiben, das auch Wiesen gegen die Friedensverträge beschloss, war - wie in den meisten Gemeinden - von den Behörden vorgegeben und entsprach keineswegs den tatsächlichen Verhältnissen. Nach dem Rückzug der österreichischen Gendarmerie flohen auch viele Wiesener nach Niederösterreich.

1922 setzte das Landesverwaltungsamt eine Gemeindeverwaltungskommission ein. Johann Strümpf, der bisherige Ortsrichter,  wurde Verwaltungskommissär.

1. Republik

In der Nachkriegszeit nahm der Schmuggel stark zu. Im Dezember 1919 wurde Max Bogner auf einem Schmuggelgang von einem Grenzpolizisten erschossen. Die Folge war ein Aufstand gegen die Grenzpolizei und ein Feuergefecht. Über das Dorf wurde ein Ausgehverbot verhängt. Die Dorfbewohner wurden von der Grenzpolizei verhört, zum Teil auch schwer misshandelt. An der spanischen Grippe starben 1920/21 93 Personen.

In der  ersten Gemeinderatswahl 1923 bekam die Christlichsoziale Partei 785 Stimmen und 13 Mandate, die Sozialdemokratische Partei 75 Stimmen und ein Mandat. Die Großdeutschen blieben mit 45 Stimmen ohne Mandat. Bürgermeister wurde Josef Schweiger, Vizebürgermeister Karl Knipfer.

Schon 1922 setzte eine Entwicklung ein, die Wiesen zu einer Hochburg des christlich - sozialen Denkens machen sollte und die untrennbar mit dem Wirken des Maurers Johann Habeler verbunden war. Es wurde der "Christliche Bau- und Steinarbeiterverband" gegründet, die erste christliche Arbeiterorganisation des Burgenlandes. Am 8. September 1923 wurde der "Christlich - Soziale  Arbeiterverein als Teil der Christlichsozialen Partei gegründet. In beiden Organisationen war Habeler Obmann (bis 1938). Eine "Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgenossenschaft m. b. H., ebenfalls unter Habeler, errichtete von 1924 bis 1931 nahezu 20 neue Häuser.

 

Eine Ortsgruppe des Landbundes wurde 1923 durch Dr. Walheim gegründet und 1923 entstand auch eine Ortsgruppe der Sozialdemokraten. In Wiesen bestand auch eine sehr starke Ortsgruppe der Frontkämpfervereinigung. Am 16. Mai 1926 hielt Oberst Hiltl, der Bundesführer der Frontkämpfer, in Wiesen eine große Versammlung ab. Später gab es auch Wehrformationen der Ostmärkischen Sturmscharen und der Frontmiliz. Obmann dieser ständestaatlichen Formationen war ebenfalls Johann Habeler.

Eine besonders eindrucksvolle Veranstaltung, die die Rolle Habelers in der christlichsozialen Arbeiterbewegung deutlich aufzeigte, war die Fahnenweihe des "Christlichen Arbeitervereines" am 29. Juli 1928, eine Heerschau der "Schwarzen" nach den Ereignissen von Schattendorf. Neben dem Ortspfarrer Josef Erdt waren Bundeskanzler Dr. Ignaz Seipel, Pfarrer Michael Gangl, damals Abgeordneter zum Nationalrat, Landesrat Michael Koch, Bezirkshauptmann Alexander Ganahl-Bergbrunn und Adalbert Riedl, eine führende Persönlichkeit der Christlichsozialen, anwesend. In Wiesen bestand - schon seit 1911, also noch aus ungarischer Zeit - eine Konsum-, Spar- und Verwertungsgenossenschaft mit einem eigenen Geschäftslokal.

Das Verhältnis zur katholischen Pfarrgemeinde war denkbar eng. Die Kirche bekam von der Gemeinde gratis Grundstücke zur Verfügung gestellt. Die Giebigkeiten an die Pfarre wurden großzügig in Geld abgelöst. Der Pfarre standen 48 Raummeter Holz und 150 Bürtel, geschlägert und in den Pfarrhof verbracht, die Bearbeitung der Pfarrwiese, 300 kg Weizen, 855 kg Korn, 95 kg Gerste, 848 Liter Wein und 42 Hühner pro Jahr zu. Die dafür aufgewendete Geldleistung betrug jährlich 1284,5 Schilling über 25 Jahre.

1926 schloss sich die Gemeinde der Mattersburger Elektrizitäts - AG an. Die Gemeinderatswahl von 1927 brachte den Sozialdemokraten einen deutlichen Zuwachs auf 189 Stimmen. Bürgermeister wurde Anton Koch. Ab 1932 wird die Pfarrkollektur in Geld abgelöst. Die Schulklassen erhalten elektrisches Licht.

Die Gemeinderatswahl von 1931 bringt eine Aufspaltung des christlichsozialen Lagers. Die Christliche Wirtschaftspartei bekommt 7, die Christlichsoziale Partei 6, die Sozialdemokraten 2 Mandate. Bürgermeister wird Karl Knipfer, Vizebürgermeister Rudolf Jeidler. Nach Anordnung einer neuen Bürgermeisterwahl mittels Stimmzetteln wird Josef Kremser Bürgermeister. Er dankt bald darauf ab, Johann Strümpf von der Wirtschaftspartei wird sein Nachfolger. Ihm spricht die Christlichsoziale Partei 1933 das Misstrauen aus. Nach dem erzwungenen Rücktritt der sozialdemokratischen Mandatare 1934 werden Rudolf Jeidler per Akklamation zum Bürgermeister und Karl Strümpf zum Vizebürgermeister gewählt.1935 tritt Jeidler zurück, Strümpf führt die Geschäfte. Die Volksabstimmung für den Anschluss an das Deutsche Reich geht ohne Gegenstimme aus. Gauleiter Portschy bestellt Johann Strümpf zum Gemeindeverwalter. Ortsbauernführer wird Eduard Pauschenwein. Das Haus des Juden David Koppel wird von der Gemeinde gekauft. Rudolf Schreiner tritt als Bürgermeister zurück, sein Nachfolger wird Karl Feurer.

Der Nationalsozialismus hatte schon früh Fuß gefasst. Es gab etwa zwei Dutzend "Illegale", die schon im April/mai 1933 eine Ortsgruppe gründeten. Später hatte die Partei etwa 200 Mitglieder. Nach der "Machtübernahme" wurde Johann Habeler, inzwischen Baupolier beim Landesbauamt in Eisenstadt, noch in der Nacht zum 12. März 1938 in "Schutzhaft" genommen. Insgesamt verbrachte er 32 Tage in Haft. In der Nacht vom 10. auf den 11. April gab es Übergriffe gegen führende Christlichsoziale, etwa Matthias Eidler. Habeler konnte in den Wald fliehen. Ortsgruppenleiter war Bürgermeister  Johann Strümpf, Stellvertreter Karl Feurer und Rudolf Schreiner. Propagandaleiter Johann Tragl und Bauernführer Eduard Pauschenwein.

2. Weltkrieg und Nachkriegszeit

Gegen Kriegsende wurden 196 Mann zum Volkssturm eingezogen. Kommandant war Friedrich Fasching. Die Volkssturmmänner wurden teilweise in Johlnhof ausgebildet. Zum Einsatz kamen sie nicht. Im März 1945 wurden um die Ortschaft Schützengräben ausgehoben. Am 29. März wurden durch eine russische Bombe zwei Häuser beschädigt. Am 31. März dringen russische Spätrupps in den Ort ein. Sie erschießen den Landwirt Josef Eitzenberger. Die Besetzung erfolgt am nächsten Tag ohne Kampfhandlungen. Eine Frau wird ohne ersichtlichen Grund erschossen. In den ersten Tagen kommt es zu Gewalttätigkeiten, Vergewaltigungen und Plünderungen. Die Bevölkerung hielt sich zum Teil im Wald verborgen. Vor allem die Häuser am Ortsrand wurden immer wieder überfallen. Schließlich werden vier russische Polizisten im Ort stationiert. Die Gemeinde stellt bis 1946 Hilfspolizisten und Nachtwächter ein.  Vom 1. April bis 8. Mai müssen Bewohner zu Aufräumarbeiten nach Wr. Neustadt geschickt werden. Wiesen hatte im 2. Weltkrieg 85 Gefallene und 36 Vermisste zu beklagen.

Eine geordnete Verwaltung wurde schon am 27. April  1945 wieder aufgenommen. Bürgermeister des provisorischen Gemeindeausschusses wurde Johann Habeler, der schon am 3. April, also kurz nach dem Einmarsch der Russen, im Gemeindewirtshaus  "per Akklamation" und mit Zustimmung des russischen Kommandanten zum Bürgermeister bestimmt wurde.  1945 wurde Johann Habeler als Abgeordneter in den burgenländischen Landtag gewählt. Vizebürgermeister war Rudolf Hutter. Der Gemeinderat beschloss die Ausbesserung der Straßen und Wege durch ehemalige Nationalsozialisten. Am 31. März 1946 wurde der Gemeindevorstand neu gewählt. Bürgermeister wurde Johann Habeler, Vizebürgermeister Johann Knipfer. Dem Gemeindevorstand gehörten Karl Pauschenwein, Matthias KLawatsch und Antin Eitzenberger an. Die Bezirkshauptmannschaft ordnete die Aufnahme von Friedrich Ujvary  von der Kommunistischen Partei als Mitglied des provisorischen Gemeindevorstandes an. Ab  1948 wurde Herbert Radel aus Wr. Neustadt Gemeindeamtmann. 1949 wurde der Ausbau der Volksschule beschlossen.

In der Gemeinderatswahl 1950 erlangt die ÖVP 13, die SPÖ 2 Mandate. Bürgermeister bleibt Johann Habeler. Wichtigste öffentliche Arbeiten waren die Gemeindestraßen und die Güterwege, vor allem die Straße nach Forchtenau, und die Vergrößerung des Friedhofes. 1948 wurde die Kirche renoviert und 1949 der Schulumbau beschlossen.  1953 wurde die Asphaltierung des Hauptplatzes und der Hauptstraße beschlossen. Die Pfarre bekam unentgeltlich ein Grundstück für die Errichtung eines Pfarrhofes und Pfarrheimes. 1954 wurde das elektrische Leitungsnetz ausgebaut. Die Gemeinderatswahl brachte der ÖVP 12, der SPÖ 3 Mandate. Habeler blieb Bürgermeister, Stellvertreter wurden Josef Nußbaumer und Karl Pauschenwein, beide von der ÖVP. Wirtschaftlich erholte sich der Ort rasch. Der Anbau der Ananaserdbeeren, der während des Krieges der Versorgung mit Grundnahrungsmittel weichen musste, weitete sich aus und sorgte für ein entsprechendes Einkommen. Schon bald setzte eine erstaunliche Bautätigkeit ein. Das alte Rathaus wurde der Pfarre ohne Entgelt für die Errichtung eines neuen Pfarrhauses überlassen.

Die Entwicklung bis in die Gegenwart

Die Bevölkerungsentwicklung  Wiesens war über Jahrzehnte durch starke Zunahmen gekennzeichnet. 1910 hatte der Ort 1799, 1939 2247 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich diese Entwicklung fort. 1951 gab es 2199, im Jahre 1981 2708 Einwohner. In den letzten Jahrzehnten stagnierte die Einwohnerzahl. 2001 wurden 2789 Einwohner gezählt. Das starke Wachstum war auf eine positive Geburtenbilanz zurückzuführen, bis auch in Wiesen die Geburtenrate stark zurückging.

1955 wurde der Abriss des alten Halterhauses und der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses, für 1956 wurde der Bau eines Zentralamtsgebäudes beschlossen. Brückenhaus und Brückenwaage wurden verkauft, ebenso das Gemeindegasthaus. Der Pfarre wurde der Grund für den Neubau der Kirche gratis überlassen. 1957 trat Johann Habeler als Bürgermeister zurück, Karl Pauschenwein wurde Nachfolger. Ende 1957 wurde das neue Amtsgebäude eingeweiht. Die Gemeinde beschloss,  eine eigene Gemeindewasserleitung  aus Quellen im Ort zu errichten. Wiesen trat aus dem Wasserleitungsverband aus. 1958 wurde der Grundstein für die neue Kirche vom Bischof gelegt. 1962 wurde die neue Kirche  durch den Bischof geweiht.

In den 1960er Jahren wurde der Bach reguliert, die Volksschule ausgebaut und die Asphaltierung fortgesetzt, ein Post- und Telegrafenamt errichtet. 1962 kommt es zu Verschiebungen im Gemeinderat. Karl Pauschenwein, der Habeler als Bürgermeister gefolgt war, kandidierte nicht mehr.  Die ÖVP erhält 10, die SPÖ 3 und die FPÖ 2 Mandate. Bürgermeister wurde der Landesbeamte Gustav Bogner, Vizebürgermeister Josef Nußbaumer. 1963 trat Wiesen einen Teil seines Hotters gegen Entschädigung an Sauerbrunn ab. 1965 wurde der Bau der Wasserleitung abgeschlossen. Mit der Fa. Ottfried Eibl ließ sich eine Strickwarenfabrik in Wiesen nieder, bald darauf an die Fa. Friedrich verkauft. 1965 wurde Kanalisation begonnen.  1967 ein Gebäude für Post und Raiffeisenkasse wird errichtet, die Volksschule umgebaut und erweitert. Die Gemeinderatswahl brachte wenig Veränderungen: ÖVP 12, SPÖ 4, FPÖ 1 Mandat. 1967 wurde Hans Habeler zum Bürgermeister gewählt, Josef Nu0baumer Vizebürgermeister. Hans Habeler blieb bis 1990 Bürgermeister.1968 wurde der Ausbau der Ortskanalisation beschlossen, 1971 die Kläranlage gebaut. Die Gemeinderatwahl von 1972 brachte der ÖVP 14, der SPÖ 6 und der FPÖ 1 Mandat. Habeler blieb Bürgermeister, Vizebürgermeister wurde Matthias Eidler, ebenfalls von der ÖVP.  1970 wurde die alte Kirche in eine Aufbahrungshalle umgestaltet. 1973 wurden die Kanalisationsarbeiten fortgesetzt, die Kläranlage in Betrieb genommen, neue Sportstätten beschlossen und mit dem Ausbau der Erdgasversorgung begonnen. 1975 wurde der Teilbebauungsplan für das Ferienzentrum "Kaltenberg"  (Keltenberg und Römersee) genehmigt. 1976 fand auf Initiative von Franz Bogner das erste internationale Musikfestival statt, das in den Folgejahren Wiesen in der Szene der modernen Musik bekannt machte. Die vielen Besucher stellten aber auch eine Herausforderung für die Infrastruktur dar. 1982 wurde eine Mehrzweck- und Turnhalle eröffnet. In der Gemeinderaswahl 1982 erhielt die ÖVP 16, die SPÖ 5 Mandate, 1987 gab es nur wenige Verschiebungen: ÖVP 16, SPÖ 6, FPÖ 1 Mandat.  1986 wurden der Teilbebauungsplan "Römersee"  und die dortige Mobilheimsiedlung genehmigt.

1991 wurde Matthias Weghofer zum Bürgermeister gewählt. In diesem Jahr wurden der Kirchenplatz, einige andere Plätze und Straßen neu gestaltet, eine Wohnhausanlage errichtet. Ebenfalls 1991 wurde eine Sozialstation gegründet, 1992 der Kindergartenzubau eröffnet und die Vplksschule saniert. Die Gemeinderatswahl 1992 brachte der ÖVP wieder 16, der SPÖ 6 und der FPÖ ein Mandat. Vizebürgermeister wurde Herbert Baumgartner. 1993 bekam die Raiffeisenkasse ein neues Gebäude. 1996 wurde Matthias Weghofer auch in den Landtag gewählt. In diesem Jahr wurde mit großem Aufwand "650 Jahre Wiesen" gefeiert. Im folgenden Jahr wurde Wiesen zur Marktgemeinde erhoben. Man bemühte sich , vier Jahrmärkte zu installieren. 1997 brachte die Gemeinderatswahl einen Rückschlag für die allerdings noch immer stark dominierende ÖVP. Sie bekam 14 Mandate, die SPÖ 6 und die Freiheitlichen 3 Gemeinderatsmandate. 1999 wurde der bisherige Pfarrkindergarten von der Gemeinde übernommen. 1998 trat Wiesen dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland bei, der das desolate Ortsnetz sanierte. 1999 trat Wiesen auch dem Abwasserverband Wulkatal bei. Der Sonderweg, den die Gemeinde bisher gegangen war, erwies sich als kostspielig.

Zu Wiesen - Nord, das baulich ein Teil von Bad Sauerbrunn ist, gehören etwa 130 Häuser mit etwa 250 Bewohnern (im Jahre 2000), dazu kamen noch 65 Nebenwohnsitze. Die Errichtung der beiden anderen außerhalb des Ortes gelegenen Ortsteile, Keltenberg und Römersee, stieß in Wiesen keineswegs auf Begeisterung. Die Errichtung der Feriensiedlung auf dem Kaltenberg, "Keltenberg" genant, durch die Familie Popp wurde von der Gemeinde Wiesen zunächst abgelehnt. Der dortige Gutshof wurde von der Familie Popp als Gutshof geführt. Es wurden Fischteiche angelegt- Erst 1975 wurde der Weg frei für einen großzügigen Ausbau der Keltenbergsiedlung. bestehend aus 71 Häusern. je zur Hälfte Haupt- und Nebenwohnsitze. Die Grundstücke im Bereich des "Römersees" erwarb 1968 bis 1971 die Familie Pfalzer. Ursprünglich war ein Fischteich geplant, 1972 wurde daraus ein Badesee. Das Projekt Römersee umfasste schließlich eine Bungalowanlage und eine Mobilheimsiedlung. Vor allem letztere wurde von de rGemeinde Wisen zunächst heftig abgelehnt. 1988 wurde eine biologische Kläranlage errichtet, dann musste die Siedlung aber an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden. Das Areal umfass etwa 44 ha, der Badesee 4,4 ha. Er wird von Hangquellen gespeist. Sportanlagen wurden errichtet. Der Grpteil der Häuser - 56 von 61 - gehört zu Pöttsching, die Mobilheime /etwa 200 von 300) zu Wiesen.

Kirchengeschichte

Erst 1694 wurde eine eigene, selbständige Pfarre Wiesen  gegründet. Eine Barbarakapelle wurde allerdings wahrscheinlich schon im 15. Jahrhundert gebaut. Urkundlich nachgewiesen ist sie jedoch erst 1568. In diesem Jahr hielt sich dort der evangelische Prediger Johann Dürnpach auf. Er wurde gefangen genommen und des Landes verwiesen. 1597 fand eine Visitation statt. Wiesen wurde damals von Mattersburg aus betreut. Pfarrer war Sebastian Lichtenberger. Die Filialkirche in Wiesen besaß zwei, im Jahre 1641 drei Weingärten. 1641 hatte die Kirche einen Holzturm mit einer Glocke. 1651 war ein Johann B. Khelcz Schulmeister. Er bewohnte ein sehr unbequemes Schulhaus und hatte nur 14 Schüler. Ab 1660 wurde Wiesen von Forchtenau aus betreut. 1673 wurde die Barbarakirche neu errichtet. 1694 wurde Wiesen eine selbständige Pfarre. Erster Pfarrer war ein Georg Deiffel (Waraschitz) aus Trausdorf, der 1705 starb. Nachfolger war Andreas Bleyer, dann, 1713 Matthias Sutary. Matthias Hüller aus Marz war Schulmeister. 1714 bis 1724 war Johann Franz Holzay Pfarrer. Unter ihm wurde 1719 die Johannes - Kapelle am Anger gebaut. Pfarrer Matthias Kriegler (1729 - 1739) stammte aus Sigleß. Sebastian Wenzel Krisanich wirkte 27 Jahre in Wiesen. In der Folgezeit wechselten die Pfarrer häufig. 1796 wurde die Kirche, die längst zu klein war, erweitert. Ab 1796 war Georg Johann Kietaibel, ein Bruder des berühmten Paul Kietaibel, für drei Jahre Pfarrer. Karl Frank , 1807 - 1816 in Wiesen, war ein besonders wohltätiger Mann, der große Stiftungen machte und 1847 Titularkanoniker von Raab wurde. Unter Pfarrer Heidtel wurden 1928 eine neue Glocke und 1826 eine neue Orgel angeschafft. Dominikus Feigler (1826 - 1847) war Dechant, Vinzenz Putz (1847 - 1859) wurde als Vicedirektor des Priesterseminars in Raab berufen. 1865 wurde unter Pfarrer Ludwig Heß (1859 - 1869)  der Kirchturm renoviert und erhöht. Als Pfarrer sehr beliebt war der Gebürtige Mattersdorfer Johann Koch (1885 - 1911). 1890 wurde das neue Schulhaus gebaut. Die 1911 gegründete Konsum-, Spar- und Verwertungsgenossenschaft  ging aus dem 1908 gegründeten Katholischen Volksverein hervor. 1904 entstand ein Gesangsverein.

1911 bis 1939 war Josef Erdt Pfarrer und ab 1923 auch Dechant. 1931 wurde er mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Unter ihm wurden der sehr aktive katholische Burschenverein und der katholische Mädchenbund gegründet. Die Kirche wurde renoviert. Pfarrer Alois Seibert, ab 1944 auch Dechant, musste aus gesundheitlichen Gründen die Pfarre abgeben. Unter Pfarrer  Karl Toder, der sehr lange (1954 - 1994) Ortspfarrer war, wurde im Ortszentrum die neue, dem Heiligen Geist geweihte Kirche gebaut und 1962 geweiht. Sein Nachfolger wurde Martin Sack bis 2001, dann Petar Ivandic. Bis 2011 war Mathias Reiner Pfarrer, dann Michael Wüger.


Literatur:

  • Heimatbuch der Marktgemeinde Wiesen. Wiesen 2001
  • Artikel Wiesen in der Landestopographie, 3. Band, 3. Teilband