person

Hans Goger

 

* 16.04.1906 in Oberschützen
† 18.05.178 in Graz

 

Politiker der NSDAP, Gaupropagandaleiter
  


Goger stammte aus einer Oberschützener Bauernfamilie. Er besuchte das Evangelische Realgymnasium Oberschützen, wo er 1925 maturierte. Dann studierte er an der Universität Wien Deutsch und Englisch. 1928 war er Stipendiat in Jena.

Goger war deutschnational, stand aber anfangs der Sozialdemokratie nahe. Sein Schulfreund Tobias Portschy brachte ihn zum Nationalsozialismus, wo er illegales Mitglied wurde. 1935 wurde er Gaupropagandaleiter im neu gegründeten Gau Burgenland und verfasste in dieser Funktion sehr viele Artikel für die illegale Parteipresse sowie Propagandamaterial. Im März 1938 war er als Abgeordneter des Nationalsozialistischen Landtages vorgesehen. Nach der Auflösung des Burgenlandes wurde er Amtsleiter und Landeskulturwalter des Reichsgaues Niederdonau, kurz darauf auch Leiter des Gaupropagandaamtes und blieb dies bis 1945. Er musste wegen einer körperlichen Behinderung nicht einrücken.

1945 lebte Goger als Landarbeiter in Oberösterreich, meldete sich aber im Frühjahr 1946 beim Landesgericht Linz. Er wurde in Gmunden und in Glasenbach interniert und schließlich 1947 in Wien vor Gericht gestellt. Er wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt. Anschließend lebte er im Wohnort seiner Frau, in der Nähe von Langenlois. 1949 ging die Familie nach Oberschützen zurück.

Goger arbeitete als Bauarbeiter und als Vertreter. Nach Ablegung der Lehramtsprüfung für Englisch war er ab September 1956 Lehrer an der Städtischen Handelsschule in Oberwart und Erzieher am Bundeskonvikt Oberschützen. Er studierte in Wien für das Lehramt an Höheren Schulen und unterrichtete dann bis zu seiner Pensionierung 1974 am Bundesrealgymnasium Oberschützen.

Goger war auch im Volksbildungsbereich sehr aktiv, verfasste viele Artikel und auch Gedichte. Seine Dramen blieben unveröffentlicht.

Literatur: Gerald Schlag, Burgenland. Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Biographien