kitaibel

Univ. Prof. Dr. Paul Kitaibel

 

* 03.02.1757 in Mattersburg
† 13.12.1817 in Pest

 

Arzt und Botaniker
  

Kitaibel entstammte einer wohlhabenden Bauernfamilie. Er besuchte das Benediktinergymnasium in Ödenburg und anschließend das Lyzeum in Raab. Um 1780 begann er mit dem Theologie- und Jusstudium in Ofen, wechselte zur Medizin und studierte anschließend Biologie und Chemie. 1784 wurde er Assistent für Chemie und Botanik bei Johann Jakob Winterl. 1792 unternahm er eine botanische Forschungsreise nach Kroatien. 1794 wurde ihm die Aufsicht über den botanischen Garten der Universität übertragen, 1803 wurde er ordentlicher Professor für Botanik und Chemie. Immer wieder unternahm er ausgedehnte Forschungsreisen innerhalb Ungarns. 1817 musste er schwer krank nach Pest gebracht werden, wo er starb.

Kitaibel verfasste zahlreiche botanische Werke, Analysen von Mineralquellen und auch topographische Beschreibungen. Sein Hauptwerk war die "Plantae rariores Hungariae indigenae descriptionibus et iconibus illustratae" in drei Bänden ( Wien 1799 bis 1812). Er entdeckte das Element Tellur gleichzeitig mit Franz Joseph Müller von Reichenstein.

Literatur:

  • Gestochen scharf. Porträts aus der grafischen Sammlung Tobler. Ausstellungskatalog. Eisenstadt 2014