person

Stephan Anton Aumüller

 

* 10.05.1903 in Langeck
† 20.07.1988 in Wr. Neustadt, begraben in Eisenstadt

 

Biologe und Umweltschützer
  

Sein Vater war esterhazyscher Förster. Er besuchte die Bürgerschule in Güns und die Lehrerbildungsanstalt in Pápa. Als Lehrer war er zunächst in Unterrabnitz und in Eisenstadt - Oberberg tätig. , ab 1938 war er Fachlehrer für Naturgeschichte und Geographie an der Hauptschule Eisenstadt. 1934 veröffentlichte er einen viel beachteten Aufsatz über die Schmetterlinge des Leithagebirges. Sein Hauptinteressensgebiet wurde die Ornithologie. 1945 bis 1947 war er in russischer Kriegsgefangenschaft. 1948 bis 1964 war er D8irektor der Hauptschule Rust. 1949 veröffentlichte er in den "Burgenländischen Forschungen" die Arbeit "Der Bestand des weißen Storches im Burgenland in den Jahren 1934 bis 1949". In zahlreichen weiteren Arbeiten, die auch in naturwissenschaftlichen Zeitschriften des Auslandes erschienen, machte er auf die Besonderheiten des Neusiedler Sees aufmerksam. Mit Hilfe von Beringungsaktionen erforschte er den Vogelzug. Er schuf den ersten Naturschutzdienst am See und kann als Vater des Umweltschutzes im Lande gelten. Sein zweites Interessensgebiet war die Volkskunde, zu der er interessante Detailstudien veröffentlichte. Nach der Pensionierung übersiedelte er vorübergehend nach Luising im Südburgenland und wandte sich der Botanik und der Makromykologie zu. Seiner Initiative ist die Gründung der Internationalen Clusius  - Gesellschaft in Güssing zu verdanken. Von großer Bedeutung waren seine Bände "Naturwissenschaften" und Geowissenschaften" im Rahmen der "Allgemeinen Bibliographie des Burgenlandes" und ein "Handbuch des Burgenländischen Naturschutzes" (1969).

Literatur:

  • Burgenland. Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Biographien. Eisenstadt 1991