person

Fürst Nikolaus I. Esterházy, "der Prachtliebende"

 

* 18.12.1714 in Wien
† 28. 9. 1790 in Wien

 

Grundherr
  

Zweiter Sohn Fürst Josephs. Auch er studierte wie sein Bruder und Vorgänger Paul Anton in Wien und in Leyden und ging anschließemnd auf "Kavalierstour" in West- und Südeuropa. 1737 heiratete er Gräfin Maria Elisabeth Ungnad von Weissenwolff, mit der er zunächst im kleinen Jagdschloss in Süttör lebte. In den beiden schlesischen Kriegen wurde er Generalmajor, am Siebenjährigen Krieg nahm er als Regimentsinhaber teil. 1757 war er an der Schlacht bei Kollin beteiligt und trug maßgeblich zum Sieg bei. Dafür bekam er den Maria Theresien - Orden. 1759 wurde er Feldmarschall - Leutnant.

1762, nach dem Tod Paul Antons, wurde er Majoratsherr der fürstlich esterhazyschen Besitzungen und begann bald darauf mit dem Bau von Schloss Esterháza in Süttör, dem "ungarischen Versailles". 1764 wurde er Kapitän der Ungarischen Garde. Als Krönungsbotschafter nahm er mit großem Gefolge an der Krönung Josefs II. in Frankfurt teil. Der Prunk, den er entfaltete und der ihm eine riesige Summe kostete, fand in ganz Europa große Beachtung, 1765 wurde ihm der Orden des Goldenen Vlieses verliehen, 1768 wurde er Feldmarschall. 1766 machte er den bereits berühmten Joseph Haydn zum obersten Kapellmeister. Esterhaza wurde zum Mittelpunkt höfischen Lebens, mit aufwändigen Festen. 1773 hielt sich Maria Theresia für mehrere Tage in Esterhaza auf. Am bayrischen Erbfolgekrieg 1778/79  nahm er mit 1200 eigenen Soldaten teil. Josef II. verlieh dafür allen seinen Nachkommen die erbliche Fürstenwürde.