mader

Dr. Gerald Mader

 

* 1. April 1926 in Payerbach

 

Landesrat
  

Er besuchte das Gymnasium in Wr. Neustadt, kam in amerikanische Kriegsgefangenschaft und studierte ab 1945 an der Universität Wien. 1948 schloss er das Studium als Dr. jur. ab. 1949 wurde er Sekretär der burgenländische Arbeiterkammer. Kurze Zeit war er als Konzipient einer Rechtsanwaltskanzlei in Wien tätig, 1952 trat er als Konzipient in die Anwaltskanzlei Hoffenreich in Mattersburg ein. 1958 übernahm er die Kanzlei und wurde juristischer Berater der SPÖ. Im Auftrag des Landes führte er die Gründung der BEWAG durch. 1966 gründete er den Bund Sozialistischer Akademiker (BSA) und wurde dessen Obmann. , 1969 gründete er die Burgenlandischen Volkshochschulen mit der Volkshochschule für Politische Bildung, 1970/71 war er Oberkurator der Landeshypothekenanstalt.

1971 wurde Mader als Nachfolger von Fred Sinowatz, der Unterrichtsminister wurde, Landesrat  (Kultur, Gesundheit, Soziales). Bis 1984 war Mader in der Regierung. Er war federführend bei der Gestaltung der neuen Landesverfassung und beim Bau der burgenländische Kulturzentren. Er geriet in der Auseinandersetzung um Inhalt und Stil der Politik in Gegensatz zu Landeshauptmann Kery und trat schließlich zurück.

´Mader  übernahm die Geschäftsführung des 1982 gegründeten Institutes für Friedensforschung und Friedenserziehung in Schlaining, wurde Präsident der österreichischen UNESCO - Kommission. Auf Antrag Maders beschloss die Generalkonferenz der UNESCO die Gründung eines "Europäischen Universitätszentrums für Friedensstudien" (EPU) in Schlaining. 1990 startete der erste Universitätslehrgang.

Literatur: Gerald Schlag, Burgenland - Geschichte, Kultur und Wirtschaft in Biographien. Eisenstadt 1991