person

Dr. h.c. Theophil Beyer

 

* 1875 in Güns
† 1952 in Oberschützen

 

Evangelischer Pfarrer und Superintendent
  


Theophil Beyer wurde 1875 in Güns geboren. Er absolvierte das evangelische Gymnasium in Ödenburg und studierte Theologie in Pressburg und Erlangen. Er war 1898 bis 1901 Kaplan in Pinkalfeld unf dann Pfarrer in einer slawonischen Gemeinde. 1904 wählte ihn seine Heimatgemeinde Güns zum Pfarrer. Er blieb dort bis 1916. Anschließend war er bis 1940 Pfarrer in Oberschützen. 1914 wurde er Senior des Obereisenburger Seniorats. Nach dem Anschluss des Burgenlandes an Österreich wurde er der erste Superintendent des Landes. 1936 verlieh im die Universität Marburg die Ehrendoktorwürde. 1952 starb er in Oberschützen. Bayer war in der schweren Zeit des Ständestaates Oberhaupt der diskriminierten evangelischen Kirche und hatte unter Repressionen zu leiden. Er wurde unter Polizeiaufsicht gestellt und durfte nicht unterrichten. Auch mit dem Nationalsozialismus kam er in Konflikt, vor allem musste er die Verstaatlichung der kirchlichen Schulen hinnehmen. 1945 wurde sein einziger Sohn von den Russen verschleppt. Er kam in Sibirien ums Leben.