Unter  den vielen Hügelgräbern auf burgenländischem Gebiet aus der Hallstattzeit gehört die Nekropole bei Schandorf mit über 200 Gräbern zu den größten, ja zu den größten ganz Europas. Sie liegt geschützt in einem abgelegenen Waldgebiet. Die bis zu 15 m hohen Hügel sind hervorragend erhalten und erst zu einem kleinen Teil ausgegraben.

Auf ungarischer Seite mussten 1978/79 im Zuge von Rettungsgrabungen bei Vaskeresztes zwei größere Grabhügel vom Savaria Museum in Steinamanger geöffnet und untersucht werden. Einer der beiden Hügel hatte einen Durchmesser von 34 m und war 6,5 m hoch. Er enthielt eine Grabkammer aus Bruchstein in der beachtlichen Größe von 7 x 7 m. Reste von Pfosten und Brettern der Auskleidung und der Abdeckung waren noch erhalten. Die Grabkammer war mit einer Eingangsöffnung versehen. Die Grabkammer enthielt Urnen mit den Leichenbränden mehrerer Personen, zahlreiche Tongefäße (auch Stierkopfgefäße). Bronzegegenstände, etwa Reste eines Helmes, und Eisenobjekte, zum Beispiel eine Pferdetrense. Ähnlich war auch der zweite Grabhügel aufgebaut.


Literatur: M. Fekete, Rettungsgrabung früheisenzeitlicher Hügelgräber in Vaskeresztes. Acta Archäologica Hungaria 37, 1985, S.33 ff.

Kaus, Karl: Urgeschichtliche Grabhügel im Burgenland und in Westungarn. 17. Österr.  Historikertag Eisenstadt 1987, Tagungsbericht Wien 1989, S.31-36. Zuletzt in: Burgenland. Archäologie und Landeskunde. Karl Kaus - Opera selecta. Wissenschaftl. Arbeiten aus dem Burgenland 114, Eisenstadt 2006, S.23-29

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