Im August 1921, als die Besetzung des Burgenlandes durch österreichische Gendarmerie und Zollwache bevorstand, wurden jenseits der Grenze auch   Volkswehreinheiten  (Vorläufer des Bundesheeres) stationiert. In Kirchschlag und Umgebung war das II. Bataillon des Infanterieregimentes 5 stationiert. Nachdem die Gendarmerie aus dem Mittleren Burgenland zurückgedrängt worden war überschritten die Freischärler die Grenze und drangen auf österreichisches Gebiet vor.

Die Kämpfe zwischen Volkswehr und Freischärlern begannen am frühen Morgen des 5. September an der Grenze beim Cholerakreuz. Die Gendarmen zogen sich bis zum Ortseingang von Kirchschlag zurück. Nachdem im Vormittag die ersten Verwundeten in Kirchschlag eingeliefert wurden und die Kämpfe bereits den Ort erreichten, flohen die Bewohner von Kirchschlag Hals über Kopf. Erst jetzt griff auch die Volkswehr ein.

Der Anführer der Banditen (Freischärler), ein Student und Reserveoffizier aus Budapest, wurde schwer verletzt. Eine Handgrnate an seinem Gürtel explodierte. Er starb wenig später am Verbandsplatz der Österreicher. Die Freischärler zogen sich daraufhin aus dem Ort in einen Jungwald am Zöbernbach zurück, eine andere Gruppe, die sich im nahen Steinbruch verschanzt hatte, trat ebenfalls den Rückzug an. Die Volkswehr hatte zehn Gefallene und 17 Verwundete zu beklagen. Die Freischärler gingen mit großer Grausamkeit vor. Ein Soldat wurde nackt an einem Baum beim Cholerakreuz gehängt, ein Sanitäter wurde während seines Einsatzes, als er einen Verwundeten verband, erstochen.

Beim Cholerakreuz unmittelbar an der Grenze wurde eine Gedenktafel angebracht: "Dies Kreuz war einst Zeuge blutiger Kämpfe. An jenem 5. September des Schicksalsjahres 1921 standen hier Soldaten des II. Bataillons I.R.5 in heldenhaftem Einsatz gegen ungarische Freischaren. Ihre Tapferkeit trug bei, dass Burgenland heute Österreich ist . . . "


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