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Vordringen der Osmanen in Südosteuropa

Wer waren die Türken und wie war ihr Staat organisiert, dass er so lange und so erfolgreich expandieren konnte? In diesem Zusammenhang kann natürlich kein vollständiger Abriss der türkischen Geschichte gegeben werden. Einige kurze, stichwortartige Hinweise und markante Zitate aus der Literatur sollen die wichtigsten Fakten in Erinnerung rufen:

13.Jahrhundert: Ein kleiner Stamm oguz - türkischer Herkunft übersiedelt - auf der Flucht vor den Mongolen aus Zentralasien nach Kleinasien; der Seldschuken - Sultan siedelt ihn an der Grenze zum byzantinischen Reich, in der Nähe von Bursa, an. Unter Osman (1299 - 1326), dem Namensgeber des Stammes und später des riesigen Reiches, eroberten sie byzantinische Gebiete, unter Osmans Nachfolger Bursa. Im 14. Jh. zerfiel das Seldschukenreich in kleinere Emirate. Die Osmanen nützen die Gegensätze zwischen diesen und expandieren. Sie greifen nach Europa über. 1361 erobern sie Adrianopel, das als Edirne ihre Hauptstadt wurde. Unter Sultan Murad I. (1362-1389) begannen die systematischen Einfälle in die Balkanstaaten. Das geschwächte byzantinische Reich leistet kaum Widerstand. 1385 fiel Sofia, im Jahr darauf Nisch. In der Schlacht auf dem Amselfeld 1389 wurde das serbische Heer vernichtend geschlagen, Serbien tributpflichtig. Sultan Bajezid I., "der Blitz", eroberte große Teile Griechenlands und die Walachei, 1396 wurde ein christliches Kreuzfahrerheer unter König Sigismund von Luxemburg bei Nikopolis besiegt.

Der Aufstieg des Osmanischen Reiches verzögerte sich vorübergehend durch den Mongoleneinfall des Timur Lenk. 1402 wurde Bajezids Armee bei Ankara vernichtet, der Sultan gefangen genommen. Es folgen Thronfolgekämpfe. Mehmed I. (1413 - 1421) stellte die alte Macht wieder her, Murad II. (1421-1451) nahm die Kämpfe an der ungarischen Grenze wieder auf.

Im 14.und 15.Jh., unter den Anjoukönigen, Sigismund von Luxemburg, Johann Hunyadi und Matthias Corvinus war das Königreich Ungarn das wichtigste Bollwerk gegen das osmanische Reich. Es wurde dabei nur vereinzelt vom christlichen Europa unterstützt. Johann Hunyadi, Reichsverweser Ungarns, organisierte die Türkenabwehr. 1443/44 besiegte er die Osmanen in mehreren Schlachten; zeitweise waren auch die Walachei und Albanien unter Skanderbeg auf seiner Seite; 1444 aber wurde ein christliches Heer bei Warna geschlagen, der Ungarnkönig Wladislaw fiel; 1456 siegten die Ungarn vor Belgrad, das zur wichtigsten ungarischen Grenzfestung gegen die Türken wurde.

Unter Mehmed II., "dem Eroberer" (1451-1481) - 1453 fiel Konstantinopel, wenige Jahre später die letzen Überreste des byzantinischen Reiches. 1459 wurde Serbien, 1463 Bosnien und 1468 auch Albanien türkische Provinz, 1455 die Moldau tributpflichtiger Vasall. Vorstoß bis an die Grenzen Persiens und Arabiens; östliches Mittelmeer und beherrscht. Bajezid II (1481-1512), Selim I., "der Grausame" (1512-1520): Persien, Syrien, Ägypten wurden erobert, Mekka und Medina unterwarfen sich. Süleyman I. (1520-1566), "der Prächtige", "der Gesetzgeber" - eroberte 1521 Belgrad; 1534 Mesopotamien, Bagdad

1526 erfolgte der Angriff auf Ungarn. In der entscheidenden Schlacht bei Mohacs fiel König Ludwig II. Damit brach auch die  ungarische Türkenabwehr zusammen.

1529 erfolgte die  Erste Türkenbelagerung Wiens, 1532 erneut ein Zug der Türken in Richtung Wien, der durch die Belagerung von Güns gestoppt wurde. Die beiden "Supermächte" Habsburg (Österreich, Dt. Reich, Spanien, Amerika...) und Osmanisches Reich (von der Raab bis an den persischen Golf...) standen einander in Ungarn gegenüber. Keine der beiden Mächte konnte einen entscheidenden Erfolg erringen, die "Front" stabilisiert sich, Befestigungssysteme entstanden; Ungarn blieb für nahezu zwei Jahrhunderte geteilt:

"Mit dem Schwert und Blut der ungarischen Grenzer konnte das verstümmelte ungarische Königreich und dadurch auch die österreichischen Erbländer geschützt werden..." (Hegyi/Zimányi, Muslime und Christen, S.29)

Das osmanische Reich hat unter Süleiman den Höhepunkt seiner Macht erreicht: "Nach außen hin demonstrierte es seine absolute militärische Stärke und politische Macht, innen waren eine gut funktionierende Wirtschaft, administrative Exaktheit, gesetzliche Ordnung sowie eine Blütezeit von Kultur und Wissenschaft charakteristisch" .(ebenda)

Zugleich waren aber auch die Grenzen der territorialen Ausdehnung erreicht. Der Aufmarsch der türkischen Armeen wurde immer schwieriger; erste Niederlagen  mussten hingenommen werden (1529 Wien, 1571 Seeschlacht von Lepanto). Zwar gab es im 16.und 17.Jh. theoretische Überlegungen, wie man den "Erbfeind" zurückdrängen könnte, in der Praxis aber eine - wenn auch spannungsgeladene - Koexistenz. Das Osmanenreich wurde als europäische Großmacht akzeptiert, diplomatische Beziehungen aufgenommen und Handel mit den Türken getrieben.

Die habsburgische Macht war im 17.Jh. durch den 30jährigen Krieg geschwächt, das Osmanenreich erneuert sich unter den Großwesiren Mehmed und Ahmed Köprülü. Ihr Nachfolger Kara Mustapha bereitete weiteren Eroberungskrieg in Richtung Wien sorgfältig vor. "Es bedurfte also einer nicht mehr hinzunehmenden Provokation, damit sich die europäischen Länder endlich zum Gegenangriff aufrafften" (Hegy/Zimány).

Diese Provokation war die zweite Belagerung Wiens 1683. Sie scheitert und das christliche Europa ging zum Gegenangriff über. Ungarn wurde in wenigen Jahren befreit; diese ersten großen Gebietsverluste leiteten den langsamen Niedergang des osmanischen Reiches ein.

Die wichtigsten Ereignisse im Überblick (16.,17.Jh.)

  • 1547 fünfjähriger Waffenstillstand unter Ferdinand I.,Tributzahlungen an die Türken
  • 1556 die Osmanen erobern Sziget
  • 1565 bis 1566 Türkenkrieg Maximilians II.
  • 1566 Belagerung von Szigetvar, Süleyman stirbt
  • 1568 "Friede von Adrianopel"
  • 1592 bis 1606 "Langer Türkenkrieg", Boczkai-"Rebellion"
  • 1594 die Osmanen erobern Raab,1598 Rückeroberung
  • 1600 Osmanen erobern Nagykanisza,1601 die Kaiserlichen Stuhlweißenbur
  • 1683 - 1664 1.Türkenkrieg Leopolds I., Schlacht bei Mogersdorf /St. Gotthard, "Schandfriede" von Eisenburg
  • 1683 zweite Belagerung Wiens unter Kara Mustafa
  • 1683/84 Siege der Kaiserlichen, Rückeroberung von Ofen 1686
  • 1687 zweite Schlacht von Mohacs,1688 Eroberung von Belgrad
  • 1697 Prinz Eugen wird Oberbefehlshaber, Sieg bei Zenta
  • 1699 Friede von Karlovitz - Ungarn und Siebenbürgen kommen an die Habsburger

"Die Krieger der Sippe Osmans bildeten einen Verband von Glaubenskämpfern (Ghazi), die zum Kampf gegen die Ungläubigen auszogen und denen im Fall des Schlachtentodes das Paradies gewiss war. Eine große Rolle spielte auch der Einfluss der Derwischorden... Begünstigt wurde dieser Aufstieg (der Osmanen) nicht nur den Impuls der religiösen Dynamik, sondern auch durch die besondere Fähigkeit der Osmanen, zu organisieren, fremde Verwaltungsmuster, Technologien etc. zu übernehmen und ihren Bedürfnissen anzupassen. Dieses Talent sicherte den Osmanen in der Aufstiegsphase die Überlegenheit gegenüber ihren muslimischen Konkurrenten und anfänglich auch den Europäern.

Der Aufstieg des osmanischen Staates vom nomadischen Kleinfürstentum zum Großreich erforderte den Auf- und Ausbau einer Staatsstruktur, einer leistungsfähigen Verwaltung und eines schlagkräftigen Heeres. Die Basis bildete dabei die Religion, der Islam....

 
Die Muslime waren zwar durch ihre Religion verpflichtet, diese auch mit kriegerischen Mitteln (Heiliger Krieg) auszubreiten, und pflegten daher die Welt in in zwei feindliche Lager, das Gebiet des Islam und das Gebiet des Krieges, zu unterteilen, doch ist das zählebige Klischeebild vom Islam, der mit Feuer und Schwert gegen die Nichtmuslime wütet, eine bedenkliche Vereinfachung, die in religiöser Polemik und historischen Vorurteilen ihre Wurzeln hat. Tatsächlich war der Islam in seiner Einstellung zu Andersgläubigen theoretisch vielfach toleranter als etwa das Christentum in der Zeit der Ketzerverfolgungen, Inquisition , Hexenprozesse etc. Vorrangiges Ziel war nicht die Zwangsbekehrung der Andersgläubigen, sondern diese dazu zu bringen, sich der Oberherrschaft des Islam zu unterwerfen. Im Koran ... heißt es dazu: "Bekämpft die, welche nicht an Gott und den Jüngsten Tag glauben und welche nicht für verboten halten, was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht die wahre Religion bekennen, nämlich die Schriftbesitzer ,bis sie die Kopfsteuer bezahlen, persönlich, in Erniedrigung'.

Juden und Christen, die im Besitz von Offenbarungsschriften - nach islamischer Auffassung verkürzte und verstümmelte Versionen der von Mohammed endgültig und unverfälscht verkündeten Offenbarung - waren, genossen als 'Schriftbesitzer' einen vertraglich geregelten Status in der islamischen Gesellschaft, der ihnen unter bestimmten einschränkenden Bedingungen Freiheit der Religionsausübug und gewisse bürgerliche Rechte sicherte. Als Gegenleistung hatten sie die so genannte 'Kopfsteuer' zu entrichten. Massenhafte Zwangsbekehrungen waren daher durchaus nicht im Sinne des islamischen Staates... Dass natürlich die Nichtmuslime vielfach Pressionen durch die Umgebung im täglichen Leben und fallweise durch die staatliche Obrigkeit ausgesetzt waren, soll nicht verschwiegen werden....

Die Führungsschicht bezeichnete man... als Osmanen. Für diese Gruppe waren drei Merkmale charakteristisch: 1. das Bekenntnis zum Islam, 2. die Kenntnis der türkischen Sprache und des gesellschaftlichen Verhaltens, 3.die absolute Loyalität gegenüber dem Staat. An der Spitze des Staates stand der Sultan als unumschränkter Herrscher, dem die Gesamtheit der Untertanen als Knechte gegenüberstand...

Die osmanische Bürokratie war ein überaus kompliziertes, teilweise auch schwerfälliges System zentraler und lokaler Verwaltungsbehörden. Oberstes Verwaltungsgremium war der Staatsrat (Diwan), in dem die hohen Würdenträger der staatstragenden Institutionen Sitz und Stimme hatten. In diesem Gremium wurden die wichtigsten Staatsangelegenheiten beraten und entschieden. An der Spitze der Verwaltung stand der Großwesir, der oberste Würdenträger...

Das osmanische Heer, eine der Säulen der osmanischen Macht, zerfiel in zwei Gruppen: belehnte Truppen und besoldete Truppen. Bereits ...im 9.Jh.(finden wir) die Praxis, militärische Würdenträger mit Staatsland auszustatten, von dem sie ihre Einkünfte beziehen, um den Staatsschatz zu entlasten... Einem Krieger wurde aus Staatseigentum ein Stück Land zugewiesen, von dem er eine exakt festgelegte Summe von Einkünften jährlich beziehen durfte... Der Inhaber einer solchen Militärpfründe genoss bestimmte Aufsichts- und Kontrollrechte, war aber nicht Grundherr ... nicht vererbbar, bei mangelnder Pflichterfüllung wurde die Pfründe ihrem Inhaber entzogen. Durch diese Praxis versuchte der Staat, die Ausbildung einer starken, erblichen Feudalaristokratie ...zu verhindern... Tatsächlich bildeten die Pfründeninhaber sehr wohl einen weitgehend geschlossenen Stand, durch die Nichterblichkeit und die stark eingeschränkten grundherrschaftlichen Befugnisse aber war eine Entwicklung wie etwa im europäischen Feudalismus ... unterbunden. Als Gegenleistung für ihre Pfründe hatten die Inhaber im Kriegsfall Heeresfolge zu leisten. Je nach der Höhe ihres Bezuges hatten sie... entweder allein oder mit zusätzlichen Leuten voll ausgerüstet , bewaffnet und beritten dem Mobilisierungsbefehl Folge zu leisten... ihre Stärke betrug im 17.und 18.Jh.nominell ca 120 000 Mann. Tatsächlich aber erfüllte diese Einrichtung ab dem späten 16. Jh. längst nicht mehr ihren vollen Zweck... Pfründen (wurden) an Günstlinge des Hofes oder hoher Würdenträger vergeben, wobei die Inhaber von ihren militärischen Verpflichtungen befreit wurden... Organisatorisch bildeten mehrere Pfründe ...einen Sandschak (Banner; "Fähnlein) an dessen Spitze ein Sandschakbeji (Bannerherr) stand. Mehrere Sandschaks bildeten ein Ejalet (Provinz), dem ein Bejlerbeji ("Herr der Herren" ) vorstand...

Nach islamischem Recht musste ein Fünftel der Kriegsbeute an den Staat abgeliefert werden... Ein Teil der Kriegsgefangenen, die jüngeren, wurden für mehrere Jahre nach Anatolien zu Inhabern von Militärpfründen geschickt, wo sie Religion, Sprache und gesellschaftliches Verhalten erlernten und dann in einer eigenen Schule für den Dienst im Palast und im Heer ausgebildet wurden. Aus solchen Kriegsgefangenen rekrutierten sich die ersten Angehörigen des Corps der Janitscharen, das unter Sultan Murad I. (1360 -1389) eingerichtet wurde. Als die Auffüllung des Standes durch Kriegsgefangene nicht mehr genügte, wurde die so genannte Knabenlese (Devschirme) eingerichtet, die Aushebung christlicher Knaben in den Balkanländern. Der Gedanke, der diesen Maßnahmen zugrunde lag, war die Schaffung eines Personenkreises, der seiner ursprünglichen familiären, heimatlichen und religiösen Bindung beraubt im Sultan als Herrn seinen einzigen Bezugspunkt hatte und dadurch eine absolut verlässliche Schicht von Palastbeamten und Soldaten bilden sollte. Tatsächlich haben sich die Sultane im 15.Jh. dieser neuen Devschirme- Klasse bedient, um den Einfluss alter führender Familien... auszubalancieren, und diese neue Gruppe übernimmt in jener Zeit die Macht im Staate... Die für den Soldatenstand bestimmten Angehörigen der Devschirme - Klasse wurden nach ihrer vorbereitenden Erziehung und Ausbildung in corpsmäßig organisierte Truppenkörper überstellt. Das wichtigste Corps bildeten die Janitscharen (Jenitscheri - neue Miliz)...Ihre zentralen Kasernen standen in Istanbul, daneben lagen kleinere Abteilungen in einzelnen Festungen in Garnison... Ihr Sold wurde in Tagsätzen berechnet. Bewaffnet waren die Janitscharen mit Pfeil und Bogen, Säbel, Dolch, Streitaxt, ab dem 16.Jh. erfolgte allmählich die Ausrüstung mit Gewehren... Neben den Janitscharen bestanden 6 besoldete Reiterabteilungen, eine Parade und Elitetruppe, außerdem eigene Verbände der Artillerie...,der Bombariere und der Mineure...

Die dritte staatstragende Gruppe bildeten die Rechtsgelehrten (Ulema). In ihrer Hand lagen Bildungswesen und Rechtspflege. Ihre Ausbildung erfolgte in einem langen, umständlichen Studiengang, der durch verschieden abgestufte theologische Hochschulen (Medresen) führte... Die juridische Laufbahn führte über die Tätigkeit als Unterrichter über verschiedene Rang- und Gehaltsstufen als Richter bis zu den Würden eines Heeresrichters... und des Scheichülislam. Der Scheichülislam war der oberste Würdenträger und Funktionär der Ulema, seine Machtstellung war begründet durch die Befugnis, Rechtsgutachten... zu erteilen, durch die entscheidend in die Außen- und Innenpolitik eingegriffen wurde, da alle Maßnahmen formal durch das religiöse Recht gedeckt sein mussten...

Diese drei großen Gruppen, Verwaltung, Militär und Rechtsorganisation, bildeten das Rückgrat des Staates...

...Die Landbewohner bildeten die Hauptmasse der Bevölkerung... Auf den Schultern dieser ländlichen Bevölkerungsschicht (Raja - Herden) lag die Hauptlast der der Aufbringung der vom Staat benötigten Mittel. Die landwirtschaftliche Basiseinheit bildete das Bauerngut... Der Bauer war zwar nicht leibeigen, aber an die Scholle gebunden. Das Landgut, zu dessen Bebauung und Nutzung er verpflichtet war, durfte ursprünglich weder unterteilt, noch vererbt, übertragen oder veräußert werden... Der Boden selbst konnte Privatbesitz, direkt verwaltetes oder an Pfründeninhaber vergebenes Staatsland oder Besitz frommer Stiftungen sein.

....Da die islamische Gesellschaft relativ offen war, war jedermann bestrebt, die sch ihm bietenden Chancen zum sozialen Aufstieg zu nutzen und sich zu bereichern. Einem plötzlichen Aufstieg konnte aber ein ebenso plötzlicher Sturz, verbunden mit Vermögenskonfiskation und oft der Hinrichtung, folgen....

Die Landbevölkerung war mit einer Unzahl von Steuern belastet... Verschärft wurde dieser schreckliche Druck an der Basis noch zusätzlich durch die Einrichtung der Steuerpacht... Die Landbevölkerung wurde dabei bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit ausgepresst....

Die Handwerker waren in Zünften organisiert. .. Dieses System garantierte zwar seinen Mitgliedern Versorgung mit Rohstoffen und Absatz, verhinderte aber in seiner Starrheit die Entwicklung und Ausbildung eines starken städtischen Bürgertums und frühkapitalistischer Wirtschaftsformen..."

Köhlbach,Markus: Staat, Religion, Gesellschaft und Heer im osmanischen Reich. In: Mitteleuropa und die Türken. (Medienmappe),S.19 ff.


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